Er rollt und rollt und rollt
Zehn Jahre Mars-Mission „Opportunity“

Drei Monate lang sollte „Opportunity“ seine Spuren auf dem Mars hinterlassen - inzwischen dauert die Mission rund 40 mal so lange. Am Montag vor zehn Jahren hob der Rover zum Roten Planeten ab.
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WashingtonAlle Aufmerksamkeit liegt derzeit auf dem Mars-Rover „Curiosity“, aber in seinem Schatten fährt ein anderer Forschungsroboter schon seit fast einem Jahrzehnt über den Roten Planeten: „Opportunity“. Seine baugleiche Schwester „Spirit“ machte vor rund drei Jahren schlapp und auch „Opportunity“ war eigentlich nur für eine Mission von 92 Tagen gebaut worden, doch der Rover rollt und rollt und rollt.

„Für sein Alter ist er in wirklich bemerkenswertem Zustand“, sagte John Callas, Manager bei der US-Raumfahrtbehörde Nasa, jüngst auf einer Pressekonferenz. Am Montag (8. Juli) vor genau zehn Jahren hob „Opportunity“ (Gelegenheit) mit einer Trägerrakete vom Weltraumbahnhof Cape Canaveral in Richtung Mars ab - und begründete damit eine der größten und langlebigsten Erfolgsgeschichten der Nasa. Rund ein halbes Jahr später, am 25. Januar 2004, landete der rund 185 Kilogramm schwere sechsrädrige Rover im sogenannten Eagle-Krater auf dem Roten Planeten.

Mehr als 36 Kilometer hat „Opportunity“ seitdem zurückgelegt - immer auf der Suche nach Spuren von Wasser. Zunächst untersuchte der Rover seinen Landeplatz, danach mehrere Krater, Dünen und Ebenen. „Opportunity“ kann unter anderem Fotos machen, den Boden abbürsten und anbohren. Mithilfe all dieser Instrumente fand der Rover zur Begeisterung der Nasa rasch Hinweise darauf, dass es auf dem Mars früher Wasser gegeben haben könnte - unter anderem Sedimentstrukturen und bestimmte Mineralien.

Aber ganz ohne Probleme liefen die vergangenen fast zehn Jahre von „Opportunity“ auf dem Mars natürlich nicht ab. Erst blieb der Rover mit den Rädern im Sand stecken und konnte nur mithilfe eines komplizierten Manövers wieder befreit werden. Dann zog ein Sandsturm über ihn hinweg, der dazu führte, dass die Solarpaneele die Batterien nicht mehr richtig aufladen konnten. Und schließlich entwickelte der Roboter Alterszipperlein: Eines der Räder will nicht mehr richtig, weswegen die Nasa den Rover rückwärtsfahren lässt, und auch der Roboterarm ist nur noch eingeschränkt bewegungsfähig.

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