Microsoft erhöht den Druck
Apple stellt neues iPad vor

Der frühere Kultkonzern stellt sein neues iPad vor. Das ist dringend nötig.
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MünchenWer zu spät kommt, den bestraft das Leben. Aber nicht immer gilt die Weisheit des Perestroika-Helden Michail Gorbatschow. Denn Apple hat mit seinem iPad zwar für den weltweiten Durchbruch der Tablet-Rechner gesorgt - doch das war vor drei Jahren. Inzwischen hat die Konkurrenz den Kultkonzern aus dem Silicon Valley überrundet. Die Wettbewerber verkaufen immer mehr der kleinen, mobilen Rechner. Apple aus Cupertino hingegen fällt zurück.

Seit Jahren macht Apple ein großes Geheimnis um seine Produktvorstellungen. So ist es auch vor der Veranstaltung am Dienstag in San Francisco: Die IT-Branche geht fest davon aus, dass Vorstandschef Tim Cook neue Versionen des iPads vorstellen wird.

Der Nachfolger des legendären Steve Jobs hat allen Grund, etwas Neues zu präsentieren. Apple verkauft zwar immer noch so viele Tablets wie kein anderes Unternehmen weltweit. Im zweiten Quartal waren es immerhin 14,6 Millionen Stück. Doch die Verkäufe gehen zurück. Der Marktanteil von Apple hat sich den Branchenbeobachtern von IDC zufolge binnen Jahresfrist von 60 auf 30 Prozent halbiert. Der schärfste Rivale Samsung aus Südkorea legte von acht auf 18 Prozent zu und kam zuletzt auf acht Millionen Stück.

Der Konkurrenzdruck nimmt noch zu. Am Dienstag wird Microsoft die zweite Generation seiner Tablets (Marke: "Surface") in Deutschland in die Läden bringen. Bislang war der größte Software-Konzern der Welt mit seinen Tablets alles andere als erfolgreich. Der Marktanteil ist minimal, im abgelaufenen Geschäftsjahr mussten die Amerikaner sogar eine Milliarde Dollar auf unverkaufte Rechner abschreiben. Doch Microsoft ist fest entschlossen, Surface in den Markt zu drücken. "Wir wollen den Markt gestalten", sagt Oliver Kaltner, Mitglied der Geschäftsleitung von Microsoft Deutschland.

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