Neue Statistik
80,5 Millionen Menschen leben in Deutschland

Rund 80,5 Millionen Menschen leben in Deutschland – und damit rund 196.000 Personen mehr als Ende 2011. Der Grund dafür ist ausschließlich die Zuwanderung.
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Berlin/WiesbadenWegen der kräftigen Zuwanderung ist die Zahl der Einwohner Deutschlands 2012 so stark gestiegen wie seit zwanzig Jahren nicht mehr. Die Bevölkerung wuchs um 196.000 oder 0,2 Prozent auf 80,5 Millionen, teilte das Statistische Bundesamt am Dienstag mit. "Eine stärkere Zunahme gab es zuletzt 1992 mit knapp 700.000", sagte eine Statistikerin. 2011 hatte es ein Plus von 92.000 gegeben.

"Die Zahl der Geburten lag wie in den Vorjahren deutlich unter der Zahl der Sterbefälle", hieß es. "Hauptursache für den Anstieg der Bevölkerungszahl war damit wie auch schon im vergangenen Jahr die stark gestiegene Zuwanderung." 2012 zogen rund 370.000 Menschen mehr nach Deutschland als ins Ausland fortzogen. Die meisten Zuzüge gab es aus den osteuropäischen EU-Ländern Polen, Rumänien, Bulgarien und Ungarn, gefolgt von den Euro-Krisenstaaten Italien, Spanien und Griechenland.

Die Bevölkerungszahlen entwickelten sich regional sehr unterschiedlich. In neun Bundesländern gab es einen Zuwachs, den stärksten davon in die wirtschaftlichen Boomregionen Bayern (+76.000) und Baden-Württemberg (+57.000), gefolgt von Berlin (+49.000). In den neuen Bundesländern sowie im Saarland sank die Einwohnerzahl dagegen. Besonders hoch fiel der Rückgang in Sachsen-Anhalt (-17.000) und Thüringen (-11.000) aus.

In diesen Ergebnissen sind die im Mai veröffentlichten Ergebnisse des Zensus berücksichtigt. Die Zählung ergab, dass in Deutschland rund 1,5 Millionen Menschen weniger leben als bislang angenommen.

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