Perseiden
Sternschnuppenregen über Deutschland

Alle 130 Jahre schwirrt der Komet „Swift-Tuttle“ in rund 90 Kilometern Höhe an der Erde vorbei. Sein Partikelschweif beschert Himmelsbeobachtern ein zartes Lichterschauspiel – wenn sie denn freie Sicht nach oben haben.
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Köln/OffenbachAuch der Hochsommer ist eine gute Zeit für Wunschzettel: Wer einer vorbeihuschenden Sternschnuppe einen Wunsch anvertrauen möchte, sollte in den nächsten Nächten den Blick zum Himmel richten. Denn der Meteorschwarm der Perseiden ist im Anflug und verspricht wie stets im August ein prächtiges Schauspiel: Dutzende Sternschnuppen pro Stunde werden am Himmel über Deutschland aufleuchten. Diesmal könnte sich die Beobachtung besonders lohnen: „2013 ist ein ganz gutes Jahr für die Perseiden“, sagt die Bochumer Astronomin Susanne Hüttemeister.

Denn bereits am Wochenende können Nachtschwärmer auf jede Menge Sternschnuppen hoffen. Und im Gegensatz zu anderen Jahren stört diesmal nicht der helle Mond beim nächtlichen Blick auf die Meteore: Der Erdtrabant geht bereits in den Abendstunden unter. Sein Maximum erreicht der Persiden-Schwarm dann am späten Montagabend gegen 23.00 Uhr. Die Stunden danach dürften also in unseren Breiten die beste Beobachtungsphase für die Perseiden sein.

Einziger, aber wirkungsvoller Haken: Nur zum Auftakt am Wochenende werde die Wolkendecke über Deutschland Lücken haben, sagt die Meteorologin Dorothea Paetzold vom Deutschen Wetterdienst (DWD). Am größten seien die Lücken im Süden und Osten.

Bis zu 100 Sternschnuppen pro Stunde könnten dann bei idealen Beobachtungsbedingungen am gesamten Himmel aufleuchten. Ungeübte Beobachter dürften allerdings nicht ganz so viele Sternschnuppen zu sehen bekommen: „Realistisch ist eine Zahl von zehn bis 20 Meteoren stündlich“, schätzt Hüttemeister. Als Beobachtungsort empfiehlt die Astronomin eine Wiese fernab der Städte, als Ausrüstung einen Liegestuhl oder eine Luftmatratze und eine Decke. Mehr brauchen Himmelsgucker nicht, um sich einen Logenplatz für das Perseiden-Schauspiel zu sichern.

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Sternschnuppenregen über Deutschland

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Partikel sind mit 216.000 Stundenkilometer unterwegs

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