Streit um Milliarden
BayernLB klagt gegen Hypo Alpe Adria

Der Streit zwischen der BayernLB und ihrer einstigen Tochter Hypo Alpe Adria in Österreich landet vor Gericht. Die Landesbank fordert die Rückzahlung von Krediten, die sie der österreichischen Bank früher gewährt hatte.
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MünchenWenn die BayernLB ein Datum aus ihrer mehr als 100-jährigen Firmengeschichte streichen könnte, wäre es mit Sicherheit der 22. Mai 2007. An diesem Tag unterschrieb der damalige Vorstandschef Werner Schmidt den Kaufvertrag für die österreichische Bank Hypo Group Alpe Adria. Fröhlich präsentierte er sich nach der Vertragsunterzeichnung mit dem inzwischen verstorbenen Landeshauptmann Jörg Haider den Fotografen. Kurz danach begann der Katzenjammer.

Die Übernahme entpuppte sich schnell für die Bank als größter Fehler aller Zeiten und trieb die einst so stolze BayernLB fast in die Pleite. Mit der Hypo Alpe Adria ärgert sich nach einem Notverkauf zwar inzwischen wieder Österreich herum. Bis heute streitet sich die BayernLB mit der einstigen Tochter aber um die Rückzahlung von Milliardenkrediten. Am 25. November landet der Fall vor Gericht.

Die BayernLB verlangt mit der Klage vor dem Landgericht München rund zwei Milliarden Euro von der Hypo Group Alpe Adria (HGAA) zurück, die sie ihr in alten Zeiten gewährt hatte. Vor knapp einem Jahr hatte die HGAA überraschend angekündigt, kein Geld mehr an die BayernLB zurückzuzahlen, weil sie sich selbst noch in der Sanierung befinde und gesetzlich zu der Rückzahlungssperre verpflichtet sei.

„Keine Zeit für Geschenke“, verkündete der damalige Chef Gottwald Kranebitter kurz vor Weihnachten 2012 trotzig in einem Interview. Seitdem wartet die BayernLB vergeblich auf Millionenzahlungen von der Ex-Tochter.

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HGAA bis heute ein Milliardengrab

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