Versuchsanlage
Windrad mit Energiespeicher in Betrieb

Häufig weht der Wind dann am stärksten, wenn ein Windpark seine Leistung nur teilweise ins Netz einspeisen kann. Mit einem neueren Verfahren kann der überschüssige Strom umgewandelt und gespeichert werden.
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GrapzowEin riesiger Windpark mit der bundesweit größten Versuchsanlage zur Energiespeicherung über Wasserstoff ist am Donnerstag in Mecklenburg-Vorpommern in Betrieb genommen worden. Der 140-Megawatt-Windpark steht bei Grapzow nördlich von Neubrandenburg und ist über ein neues Umspannwerk des Netzbetreibers 50Hertz an das 380-Kilovolt-Hochspannungsnetz angeschlossen. Der gesamte Bau von Windpark, Ein-Megawatt-Versuchsanlage, Umspannwerk und eines Windkraftanlagen-Dienstleistungszentrums kostete rund 220 Millionen Euro und entstand in zwei Jahren.

Betreiber der Versuchsanlage RH2-Werder/Kessin/Altentreptow ist die Ingenieurgesellschaft Wind-projekt. Das Speicherprojekt wird vom Bund mit 4,5 Millionen Euro aus dem Nationalen Innovationsprogramm für Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie gefördert. Es läuft über drei Jahre.

Bei dem Projekt wird Wasser mit überschüssigem Strom aus dem Windpark in Wasser- und Sauerstoff aufgespalten, wie Projektleiter Marcus Heinicke erläuterte. Der Wasserstoff werde in Tanks eingelagert und bei Bedarf in neu entwickelten, reinen Wasserstoffmotoren verbrannt, die zu einem Blockheizkraftwerk gehören. So entstehe wieder Strom und Wärme. Diese soll ein naher Agrarbetrieb abnehmen. Der Windpark mit 28 Windrädern kann Strom für 125.000 Haushalte liefern.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur
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