Während Westerwelle-Besuchs
Ägypten vor neuen Protesten

Guido Westerwelle ist als erster westlicher Außenminister seit dem Umsturz vor einem Monat in Ägypten. Dort wirbt er für eine gewaltfreie Lösung. Gleichzeitig droht noch während seines Besuchs eine weitere Eskalation.
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KairoDie Anhänger des gestürzten ägyptischen Präsidenten Mohammed Mursi wollen am Freitag erneut in großer Zahl auf die Straße gehen. Sie protestieren nicht nur gegen die Entmachtung Mursis durch das Militär vor einem Monat, sondern auch gegen die angekündigte Räumung ihres Protestcamps in Kairo. Die Polizei forderte dessen Bewohner auf, das Camp umgehend zu verlassen. Eine Frist wurde nicht genannt. So blieb offen, ob es noch während des Besuches des deutschen Außenministers Guido Westerwelle zu einem groß angelegten Polizeieinsatz kommt.

Westerwelle hatte am Donnerstag Übergangspräsident Adli Mansur, Armeechef Abdel Fattah al-Sisi und Vertreter der Muslimbrüder getroffen. Anschließend hatte er von einer "sehr explosiven Lage" in dem Land gesprochen und gewarnt: "Eine Eskalation der Gewalt könnte sehr schnell zu einem wirklichen Blutbad führen." Heute will Westerwelle noch den gemäßigt-islamistischen Politiker Abdel Moneim Abul Futuh treffen, bevor er in den Mittagsstunden nach Deutschland zurückreist.

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