Arzneimittel in Deutschland
Welche Medikamente werden am meisten verordnet?

Alkoholkonsum, alternde Bevölkerung und kochsalzreiche Ernährung: Diese Faktoren begünstigen eine Krankheit, an der so viele Deutsche leiden, dass die Medikamente dagegen der absolute Renner unter den Arzneimitteln sind.
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Die Antwort fällt relativ eindeutig aus: Medikamente gegen Bluthochdruck sind der absolute Renner unter den Arzneimitteln in Deutschland. Das geht aus Daten des Marktforschers Insight Health und des Arzneimittelatlas 2013 hervor. Danach wurden 2012 zulasten der gesetzlichen Krankenkassen (GKV) gut 14 Milliarden Tagesdosen an Medikamenten verordnet, die den Blutdruck senken.

Seit dem Jahr 2000 hat sich das Volumen verdoppelt. Dazu dürften unter anderem intensivierte Diagnose- und Behandlungsstrategien beigetragen haben. Zudem steigt die Zahl der Betroffenen – bedingt etwa durch eine ungünstige Ernährungsweise, Alkoholkonsum und die generelle Alterung der Bevölkerung.

Unterstellte man, dass die betroffenen Menschen jeweils eines dieser Mittel dauerhaft einnehmen, müsste man auf rund 39 Millionen Hochdruck-Patienten in Deutschland schließen. Da aber viele mit mehreren Blutdrucksenkern behandelt werden, dürfte die tatsächliche Zahl geringer, aber immer noch beachtlich hoch sein. Nach Schätzung des Robert-Koch-Instituts leiden 44 Prozent der Frauen und 51 Prozent der Männer an Hypertonie.

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