Auto oder Flugzeug Welches Verkehrsmittel das effizientere ist

Eine Boeing 747–800 kann 242.000 Liter Kerosin aufnehmen. Ein Durchschnittsauto könnte mit dieser Tankfüllung rund 74 Mal um die Erde fahren. Doch bei der Frage nach der Effizienz, kommt es auch auf die Passagiere an.
15 Kommentare
Fliegen oder mit dem Auto fahren? Es kommt darauf an. Quelle: dpa

Fliegen oder mit dem Auto fahren? Es kommt darauf an.

(Foto: dpa)

Der Vorwurf ist weit verbreitet: Fliegen ist nicht ökonomisch. Doch wer genau hinschaut, stellt überraschendes fest. Fliegen ist ökonomischer als Autofahren – zumindest auf der Langstrecke. Die Fakten: Für die vier Triebwerke transportiert eine Boeing 747–800 sage und schreibe 242.000 Liter Kerosin in den Flügeln.

Wird die durchschnittliche Größe eines Autotanks zu Grunde gelegt, muss ein Autofahrer gut 4000 Mal zur Zapfsäule fahren, um diese Menge Sprit zu tanken. Nimmt man den vom Umweltbundesamt zuletzt veröffentlichten Durchschnittsverbrauch deutscher Autos von 7,5 Litern auf 100 Kilometer ergibt sich: Mit nur einer Tankfüllung einer 747–800 könnte ein Auto gut 3,2 Millionen Kilometer fahren.

Zum Vergleich: Eine Lufthansa-Maschine, die bis zu 362 Passagiere befördert, verbraucht auf der Langstrecke rund 3,6 Liter pro Fluggast und 100 Kilometer. Ein mit vier Personen voll besetztes Auto verbraucht dagegen nur knapp 1,9 Liter pro Fahrgast. Allerdings sitzen in deutschen Autos im Schnitt nur zwei Personen, während eine 747–800 meist mit weit mehr als 90 Prozent ausgelastet ist. Damit hat die „Königin der Lüfte“ die Nase vorn.

So wird Fliegen effizienter und schneller
GEH-MAX8_K65751-03
1 von 7

In Zeiten, in denen der internationale Verkehr in der Luft immer weiter zunimmt, stehen Themen wie Effizienz und Umweltverträglichkeit immer stärker im Mittelpunkt. Und das nicht nur für die Luftfahrtindustrie, sondern auch für ihre Fluggäste.

Visitors watch General Electric's turbo fan "the GEnx engine, powering Boeing 787 Dremliner, during the 50th Paris Air Show at Le Bourget airport, nor
2 von 7

Um ihre Wettbewerbsfähigkeit aufrechtzuerhalten brauchen Fluggesellschaften in erster Linie die richtigen Maschinen. Der Trick: „Intelligente“ Triebwerke. Sie können die eigene Leistung überwachen und erkennen frühzeitig mögliche Fehler und daraus resultierenden Wartungsbedarf.

Employees of GE (General Electrics) work
3 von 7

Mithilfe solcher Triebwerke können die Maschinen effizienter und weiter fliegen. Zudem wird weniger Zeit für Wartungszwecke benötigt. Ihre Daten übermitteln sie durch Sensoren an einen Rechner, der diese mit Bestandsdaten abgleicht und weiterleitet.

EuGh urteilt zu Passagier-Rechten bei verpäteten Flügen
4 von 7

Ein besonders sensibles Thema: Verspätungen. Sie sind nicht nur ärgerlich, sondern sie kosten auch Geld. Durch verpasste Anschlüsse und abgesagte Termine entsteht Passagieren ein hoher finanzieller Schaden. Ebenso den Fluggesellschaften: Sie müssen mit Mehrkosten für die Besatzung, den Treibstoff und die Wartung rechnen – von den höheren Umweltbelastungen ganz zu schweigen.

Hauptstadtflughafen BER
5 von 7

Neue Technologien wirken dem entgegen. Bisher nutzen die meisten Flughäfen üblicherweise noch ein Navigationssystem, das bodengestützt arbeitet. Erhebliches Potenzial bietet dagegen eine satellitengestütztes System, dass sich den optimalen Landeanflug aussucht. Dadurch werden nicht nur Flugverspätungen, sondern auch Treibstoffverbrauch und CO-2-Emission reduziert.

GEräuscharm_
6 von 7

Laute Einflugschneisen sind vor allem bei Anwohnern ein heikles Thema. Neben verbesserten Technologien und modernen Materialien hilft auch hier das satellitengestützte Navigationssystem weiter: Es reduziert durch den optimierten Landeanflug auch den entstehenden Lärm.

Boeing 787 "Dreamliner"
7 von 7

In modernen  Triebwerken, wie dem Modell GEnx von GE, wird für die Niederdruckturbinenschaufeln Titan-Aluminid verwendet, welches wesentlich leichter ist als bisher verwendete Metalllegierungen. In Folge der Gewichtsersparnis erzielt ein GEnx-Triebwerk einen geringeren Treibstoffverbrauch und damit verbunden geringere CO2-Emissionen. Außerdem sind die Geräuschemissionen bei diesem Triebwerktyp um bis zu 30% verringert.

Lesen Sie hier mehr zum Thema Industrial Internet.

Startseite
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%