Europa-Vergleich
Wo gibt es das teuerste Gesundheitssystem?

Die Gesundheitsversorgung ihrer Bevölkerung lassen sich einige europäische Länder viel Geld kosten. Ein Vergleich zeigt: Ein teures System ist nicht per se schlecht – wenn auch die Leistung stimmt.
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Es sind die Niederländer, die – gemessen an der Wirtschaftsleistung – am meisten für ihre Gesundheit ausgeben: 2011 waren es 11,9 Prozent des Bruttoinlandsprodukts. Seit der letzten großen Reform, mit der etwa die gesetzlichen und privaten Krankenkassen in einem Versicherungsmarkt zusammengefasst wurden, sind vor allem die Krankenhauskosten dramatisch gestiegen.

Hinter den Niederländern liegen Frankreich, Deutschland und die Schweiz, mit 11,6 beziehungsweise je 11,3 Prozent des BIPs. Setzt man die tatsächlichen Gesundheitsausgaben pro Kopf an, dann liegen die Schweizer vorne. Wegen ihres hohen Preisniveaus geben sie jährlich umgerechnet 5 643 US-Dollar für Gesundheit aus.

Schon seit den 1970er-Jahren führen sie diese Liste an – und leben gut damit. Denn das Versorgungsniveau der Bevölkerung ist vorbildlich – anders als in den USA, wo zuletzt sogar 17,7 Prozent des BIP oder 8 508 Dollar pro Kopf für Gesundheit verwendet wurden. Das zeigt: Ein teures Gesundheitssystem ist nicht per se schlecht, aber die Leistung muss eben stimmen.

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