Neue Welten
Gibt es noch andere Planeten, auf denen Leben möglich ist?

Die Erde ist bislang der einzige belebte Planet, den wir kennen. Das liegt nicht zuletzt daran, dass es bisher immer an den entsprechenden Bedingungen mangelte. Das könnte sich allerdings bald ändern.
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Seit Anbeginn der Erkundung des Weltalls durch den Menschen stellt sich die Frage nach einem Leben außerhalb der Erde. Zahlreiche Planeten sind seither entdeckt worden, doch irgendwelche Anzeichen von Leben wurden bislang nicht gefunden. Das mag zum einen an den noch immer nicht dafür ausreichenden technischen Möglichkeiten der Forscher liegen. Zum anderen aber wohl auch an der Tatsache, dass bisher eigentlich keiner der außerhalb unseres Sonnensystems liegenden Planeten, erdähnliche, also für organische Lebensformen ideale, Bedingungen bereithält.

Mit Kepler-186f könnte sich das ändern. Er ist einer von fünf sogenannten Exoplaneten, die den Zwergstern Kepler-186 in rund 500 Lichtjahren Entfernung von der Erde umkreisen. Und Astronomen sehen in ihm den erdähnlichsten Planeten, der je aufgespürt wurde. Da Kepler-186f lediglich zehn Prozent größer ist als die Erde, gehen sie davon aus, dass es sich dabei um einen Gesteinsplaneten handelt und nicht um einen Gasriesen, wie etwa Jupiter oder Saturn in unserem Sonnensystem.

„Die Entdeckung von Kepler-186f ist ein entscheidender Schritt auf dem Weg, eine Welt aufzuspüren, die der unseren ähnelt“, sagt Paul Hertz, Weltraumphysiker bei der Nasa. Sogar die Existenz von Wasser in flüssiger Form halten die Forscher für wahrscheinlich.

Denn der größte Vorteil von Kepler-186f gegenüber anderen Exoplaneten ist, dass er in der sogenannten habitablen oder lebensfreundlichen Zone seines Sterns liegt. Allerdings umkreist er sein Zentralgestirn in nur 130 Tagen, ist ihm also deutlich näher als die Erde der Sonne. Andererseits ist der Stern Kepler-186 auch deutlich kleiner und kühler als unsere Sonne. Und so halten es die Forscher für denkbar, dass der Planet eine erdähnliche Atmosphäre haben und Wasser auf seiner Oberfläche existieren könnte. Relativ kühl dürfte es dort in jedem Fall sein, bezieht Kepler-186f von seinem Stern doch lediglich ein Drittel der Energie, die die Erde von der Sonne erhält.

Aber auch wenn kein Leben auf Kepler-186f nachgewiesen werden kann, besteht die Möglichkeit, dass sich selbiges entwickelt. Denn die Weltraumforscher haben herausgefunden, dass Zwergsterne wie Kepler-186 wesentlich länger leben als unsere Sonne. Und so bleibt eben auch mehr Zeit für die Entwicklung biochemischer Prozesse und eine biologische Evolution.

Zudem besteht durchaus die Möglichkeit, dass noch weitere Planeten mit ähnlichen Bedingungen gefunden werden. Denn noch sind längst nicht alle gesammelten Daten vollständig ausgewertet. Insgesamt rund 150.000 Sterne hatten die Forscher mit dem Kepler-Teleskop seit 2009 unter die Lupe genommen. Dabei liefern minimale Helligkeitsschwankungen der Sterne, die Exoplaneten bei deren Umkreisung verursachen, Hinweise auf die Existenz solcher Planeten. Knapp 1.800 solcher Exoplaneten wurden bereits entdeckt.

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