Produzierendes Gewerbe
Wo liegt der industrielle Kern Deutschlands?

Drei von vier Euro erwirtschaftet die deutsche Industrie in der Stadt, in der sie bundesweit am stärksten ist. Vor allem eine bestimmte Branche spielt eine Rolle dafür, wo das Produzierende Gewerbe die Oberhand hat.
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Beginnen wir damit, wo er nicht ist: Bonn. In der Ex-Hauptstadt erbringen die Industriefirmen nur sechs Prozent der Wertschöpfung. In keinem anderen Landkreis ist das Produzierende Gewerbe so schwach – und der Dienstleistungssektor gleichzeitig so stark. Kein Wunder, ist doch der Anteil der Menschen mit Abitur hier so hoch wie nirgends sonst.

Am stärksten ist die Industrie in Wolfsburg, wo sie – vor allem dank VW – drei von vier Euros erwirtschaftet. Dahinter folgt das niederbayerische Dingolfing-Landau, wo BMW ein großes Werk hat, gefolgt von Ludwigshafen (BASF), Ingolstadt (Audi) und dem Landkreis Spree-Neiße, der die Stadt Cottbus umschließt – ein wichtiges Braunkohlerevier. Hier macht die Industrie immerhin noch zwei Drittel aus.

Das Ranking zeigt: Zwar gibt es im Südwesten der Republik besonders viele Landkreise mit starker industrieller Basis. Doch einen einzelnen Kern kann man nicht mehr ausmachen. Im Ruhrgebiet jedenfalls schon gar nicht: In Essen, Duisburg und Hagen ist der Industrieanteil auf ein gutes Drittel gefallen, in Dortmund sogar auf ein Fünftel.

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