Schrumpfende Vorräte
Wie lange reicht die Weltölreserve noch?

Alle reden vom Ende des Ölzeitalters – und das schon seit den siebziger Jahren. Haben die Propheten der damaligen Zeit sich geirrt? Oder müssen die Menschen ihren Verbrauch bald einschränken?
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Im April 1977 rief US-Präsident Jimmy Carter in einer Fernsehansprache dazu auf, den Energieverbrauch angesichts der rapide schrumpfenden Erdölvorräte einzuschränken. „Die Anstrengung wird zum moralischen Äquivalent eines Krieges“, prophezeite er. Auch der Club of Rome orakelte damals: „In spätestens 30 bis 40 Jahren gibt es kein Erdöl mehr.

Doch statt zu schrumpfen, sind die weltweit nachgewiesenen Öl- und Gasreserven stetig gestiegen. Nach Schätzungen des Energiekonzerns BP lagen die weltweiten Ölvorkommen Ende 2012 mit 235,8 Milliarden Tonnen gut 20 Prozent höher als zehn Jahre zuvor.

Bei unverändertem Verbrauch würden sie noch 57 Jahre reichen. Dabei werden ständig neue Vorkommen entdeckt. In Süd- und Mittelamerika, einer Region, die 1980 für die Ölwirtschaft noch ohne Bedeutung war, lagern inzwischen die zweitgrößten gesicherten Reserven der Welt.

Zudem ermöglichen neue Techniken wie etwa Tiefseebohrungen und der Einsatz des Fracking die Erschließung von Vorkommen, die zuvor unerreichbar waren. Wie lange die – stetig wachsende – Weltölreserve noch reicht, bleibt auch künftig vor allem eine Frage der technischen Möglichkeiten und der damit verbundenen Kosten-

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