Tabakkonsum
Was kosten Raucher die Gesellschaft?

Rauchen ist derzeit das wohl größte vermeidbare Gesundheitsrisiko. Durch ihren Tabakkonsum verursachen Raucher außerdem hohe gesellschaftliche Kosten. Doch ganz so einfach ist die Rechnung nicht.
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Raucher kosten die Gesellschaft jährlich 35 Milliarden Euro, während sie nur 14 Milliarden Euro Tabaksteuer bezahlen. Das ist das Ergebnis einer Studie von Tobias Effertz, Wissenschaftler am Institut für Recht und Steuern der Uni Hamburg und Sachverständiger in Bundestagsanhörungen zur Tabaksteuer. 

Von den Kosten entfallen neun Milliarden auf das Gesundheitssystem, drei Milliarden auf krankheitsbedingte Arbeitsunfähigkeit und Frühverrentung. Andere Posten, darunter der größte, sind dagegen fragwürdig. Weil Raucher im Schnitt fünf Jahre früher sterben, entstünden, „zu Lohnkosten bewertet“ Arbeitsausfälle von 19 Milliarden Euro pro Jahr. Doch diese tragen die Raucher in Form von Verdienstausfall selbst. Bleiben also grob zwölf Milliarden für Krankheitskosten, Frühverrentung etc., gegenüber 14 Milliarden Euro gezahlter Tabaksteuer.


Hinzu kommt: Sterben Raucher früher, nehmen sie auch weniger Rentenleistungen in Anspruch. Eine Überschlagsrechnung zeigt, dass hier einige Milliarden pro Jahr an Rente zusammenkommen, die Raucher wegen ihres früheren Ablebens weniger in Anspruch nehmen. Auch die deutsche Krebsgesellschaft geht davon aus, dass die ersparten Rentenzahlungen die Ausgaben der Krankenkassen für Raucher bei weitem übersteigen.

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