TV-Konsum

Wie lange schauen die Deutschen fern?

Über Jahre hinweg schienen die Deutschen jedes Jahr etwas mehr Zeit vor dem Fernseher zu verbringen. Doch inzwischen ist der Bildschirmkonsum rückläufig – wegen der jungen Generation.
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Die Deutschen schauen sich Filme und Serien immer häufiger im Internet an. Quelle: dpa

Die Deutschen schauen sich Filme und Serien immer häufiger im Internet an.

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Lange Zeit sah es so aus, als würden die Deutschen von Jahr zu Jahr immer und immer mehr fernsehen: Seit Mitte der Neunziger war der durchschnittliche tägliche TV-Konsum pro Jahr um jeweils drei Minuten angewachsen. Der Höhepunkt war 2011, als bei den Deutschen im Schnitt 225 Minuten am Tag der Fernseher lief – also fast vier Stunden. Noch schneller als die Nachfrage stieg das Angebot: Während ein durchschnittlicher deutscher Haushalt Mitte der 90er etwa 35 verschiedene TV-Sender empfangen konnte, so sind es inzwischen mehr als doppelt so viele. Der Werbemarkt allerdings stagnierte schon seit einiger Zeit: Seit einem Jahrzehnt bringt es der Markt konstant auf rund vier Milliarden Euro Nettoumsätze pro Jahr.

Inzwischen ist auch die durchschnittliche TV-Nutzung erstmals wieder leicht gesunken. Und vielleicht geht es damit weiter. Denn die junge Generation schaut – dem Klischee zum Trotz – viel weniger fern als die Älteren und informiert und unterhält sich eher im Internet.

Diese Technologien prägen die Arbeitswelt von morgen
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Durchschnittlich begabt war gestern. Wer heute ins Berufsleben startet, dessen Aufstiegschancen bemessen sich daran, wie gut er oder sie die Technologien beherrscht, mit denen er oder sie arbeitet. Fachkräfte werden in den kommenden sechs Jahren extrem gefragt sein. Wer als Arbeitnehmer nicht über die entsprechenden Fähigkeiten verfügt, dem bieten sich verschiedene Weiterbildungsmöglichkeiten an.

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Doch häufig schlummert zum Beispiel in Produktionsarbeitern ein enormes Potenzial – der Arbeitgeber muss es nur richtig einsetzen. Im GE-Fertigungswerk für Hausgeräte im US-Bundesstaat Kentucky durften die entsprechenden Mitarbeiter die Arbeitsabläufe samt Anordnung der Maschinen neu arrangieren. Das Ergebnis: Ein Viertel der Materialkosten konnte gespart werden; der Arbeitsaufwand wurde um mehr als ein Drittel reduziert. Überzählige Mitarbeiter konnten zudem ihre Erfahrung in anderen Produktionsbereichen dauerhaft einbringen.

Flugzeugturbine
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Besonders das Industrial Internet wird großen Einfluss auf die Arbeitswelt von morgen nehmen. So wird es in Zukunft immer wichtiger werden, Menschen, Daten und Maschinen intelligent miteinander zu vernetzen. In Zukunft könnte es etwa möglich sein, eine Flugzeugturbine mit Sensoren und einer Art Twitter-Account auszustatten, der die Daten der Turbine direkt an den Hersteller übermittelt. Produktions- und Weiterentwicklungsprozesse können so schneller optimiert werden.

A staff of Nissan and media crew drive the LEAF electronic car during a media preview of CEATEC JAPAN 2013 in Chiba
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Das fahrerlose Auto: Was derzeit noch als Vision erscheint, könnte sich in einigen Jahren in Realität verwandelt haben. Autobauer Nissan schätzt, dass 2020 die ersten Serienfahrzeuge mit Selbstfahrtechnik ausgerüstet sein werden. Möglich wird dies durch die enge Zusammenarbeit von Auto- und Computerindustrie. Von dieser Entwicklung profitieren Unternehmen wie Pendler gleichermaßen.

Ein 3D-Drucker
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3D-Drucker haben das Potenzial, ganze Fertigungsketten von Unternehmen zu revolutionieren. Statt riesiger Hallen, könnte ein Produktionsstandort in Zukunft kaum größer sein als ein Wohnhaus.

GE Healthcare Innovations
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Schon jetzt arbeiten sehr viele Menschen im Gesundheitswesen. In den nächsten Jahrzehnten wird die Branche zu einem der größten Arbeitgeber werden, denn das Verlangen nach langer Gesundheit und guten Behandlungsmöglichkeiten wächst unaufhörlich. Neben künstlichen Gelenken und Organen werden bald vielleicht auch ganze künstliche Körperteile verpflanzt werden können.

Vor allem die öffentlich-rechtlichen Sender, die rund siebeneinhalb Milliarden Euro pro Jahr an Gebühren kassieren, müssen sich bald etwas einfallen lassen: Denn während der Marktanteil von ARD, ZDF und den dritten Programmen bei den Deutschen über 50 bei mehr als der Hälfte liegt, beträgt er bei den Jüngeren nur gut 20 Prozent.

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