Verbraucherträume
Was ist ein negativer Strompreis?

Eine Belohnung für Stromverbrauch? Klingt nach einem unerfüllten Verbrauchertraum, kommt aber tatsächlich dann und wann vor. Gewollt ist das allerdings nicht – vielmehr zeigt sich hier eine Schwäche im System.
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Eine Situation, von der normale Stromverbraucher nur träumen können: Sie müssen für den Strom, den sie abnehmen, nichts bezahlen, im Gegenteil, sie bekommen für jede verbrauchte Kilowattstunde sogar noch Geld dazu. Beim Verteilen und Handeln mit Strom kommt das tatsächlich gelegentlich vor, und zwar dann, wenn mehr Strom in die Netze drängt als sinnvoll untergebracht werden kann.

Das ist etwa dann der Fall, wenn an Tagen mit geringem Stromverbrauch, etwa an Feiertagen, ein Sturm über Norddeutschland hinweg fegt und die Windräder auf vollen Touren laufen. Das Netz kann den Strom nicht mehr sinnvoll verteilen. Wer in dieser Phase bereit ist, Strom abzunehmen, wird mit Geld belohnt. Das Phänomen offenbart eine Schwäche des Systems: Es gibt im Moment kein ausgeglichenes Verhältnis zwischen Erzeugung aus erneuerbaren Quellen und Netzausbau. Außerdem fehlen Speicher, die Stromspitzen aufnehmen könnten.

„Mit Hilfe einer besseren Steuerung der Produktion und Verteilung von Strom – etwa durch intelligente Windenergieanlagen, neue Speicherkonzepte oder den Zusammenschluss von Anlagen in virtuellen Kraftwerken – kann auch Strom aus erneuerbaren Energie im Lastfolgebetrieb erzeugt und negative Strompreise können verhindert werden", sagt Carlos Härtel, Managing Director bei GE Global Research Europe.

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