30-prozentige CO2-Einsparung möglich
BDI-Studie: Klimaschutzziele der Regierung zu ehrgeizig

Die Wirtschaft hat ihre Mitarbeit beim Klimaschutz angeboten, hält aber die Ziele der Bundesregierung für völlig unrealistisch. 31 Prozent CO2 einzusparen, ist laut einer Studie der Wirtschaftsberatung McKinsey möglich. Alles was darüber hinaus gehe, sei wirtschaftlich nur unter einer Prämisse zu machen.

HB BERLIN. Die Regierungsziel einer Minderung des Treibhausgas-Ausstoßes um 40 Prozent bis 2020 lässt sich nach Einschätzung der Industrie wirtschaftlich nur über längere Laufzeiten der Atomkraftwerke erreichen. „30 Prozent sind machbar“, sagte BDI-Präsident Jürgen Thumann am Dienstag in Berlin unter Berufung auf eine McKinsey-Studie der im Auftrag seines Verbandes. Alles, was über diese 30 Prozent hinausgehe, sei unbezahlbar.

Für die darüberhinausgehende Minderung gebe es nur die Lösung, die bestehenden 17 Kernkraftwerke in ihrer Laufzeit um zehn Jahre zu verlängern bis 2030. Das bringe allein sieben bis acht Prozentpunkte CO2-Emissionsminderung ohne Zusatzinvestitionen. Wolle man aber der Wirtschaft auf anderem Wege so hohe Minderungen abfordern, treibe das Unternehmen aus dem Land und koste Arbeitsplätze.

McKinsey hatte in seiner Studie erstmals eine Detailanalyse der Kosten und der Nutzens von über 300 Einzelmaßnahmen zur Reduzierung der Kohlendioxid-Emissionen vorgenommen. Das Unternehmen kam zu dem Ergebnis, dass wirtschaftlich ein Abbau des Schadstoffausstoßes bis 2020 um 31 Prozent gegenüber dem Basisjahr „anspruchsvoll, aber machbar sei“. Alles, was darüber hinausgehe, bedeute riesige Kosten ohne entsprechend große Effekte. Bis 2030 seien gut 40 Prozent Minderung erreichbar.

Das größte CO2-Einsparpotenzial liege bei Wohngebäuden sowie gewerblich und öffentlich genutzten Immobilien. In der Industrie könne die Energieeffizienz verbessert werden. Die stärkere Nutzung erneuerbarer Energien sowie umweltfreundlichere Motoren beinhalteten weiteres Minderungspotenzial. Die Studie geht davon aus, dass es beim Ausstieg aus der Atomenergie bleibt.

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