AKW in Fukushima
Tepco kämpft mit Reaktorkühlung

Monate nach dem Gau in Fukushima ist die Kühlung der Katastrophenreaktoren immer noch nicht unter Kontrolle. Radioaktive Brühe droht das Meer weiter zu versuchen. Jetzt ist ein wichtiger Fortschritt gelungen.
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Der Betreiber der Atomruine im japanischen Fukushima hat mit der Kühlung der beschädigten Reaktoren mittels dekontaminierten Wassers begonnen. Statt wie bisher immer nur neues Wasser in die strahlenden Reaktorgebäude zu pumpen, recycelt der Energiekonzern Tepco die vorhandene und inzwischen stark verseuchte Brühe mit einer neu installierten Dekontaminierungsanlage und kühlt die Reaktoren damit. Bei der Bewältigung der seit über drei Monaten andauernden Katastrophe habe man „einen großen Schritt“ unternommen, sagte der mit der Atomkrise befasste Sonderberater von Regierungschef Naoto Kan, Goshi Hosono, nach Angaben der Nachrichtenagentur Kyodo.

Tepco schätzt die hochgradig verseuchte Wassermenge in der Atomruine auf rund 110.000 Tonnen. Es besteht die Befürchtung, dass die Brühe überläuft und noch mehr radioaktive Substanzen ins Meer gelangen. Das nun begonnene Einpumpen von dekontaminiertem Wasser gilt als wichtiger Schritt dahin, eine stabile Kühlung der Reaktoren 1 bis drei zu erzielen sowie zugleich die Menge an verseuchtem Wasser zu reduzieren.

In Folge des Erdbebens und Tsunamis am 11. März war die Stromzufuhr in dem AKW nahezu vollständig unterbrochen und damit die Kühlfunktion der Reaktoren und Abklingbecken ausgefallen. In den Reaktoren 1 bis drei war es dadurch zu Kernschmelzen gekommen. Das zugeführte Wasser soll die geschmolzenen Brennstäbe derzeit am Boden der Reaktorkessel gekühlt halten.

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