Besserer Stahl für Windräder
Volle Kraft auf hoher See

Derzeit ist Stahl ein gefragter Baustoff. So auch was den Bau von Offshore-Windanlagen angeht. Dadurch wachsen auch die Anforderungen an das Material. Nun ist die Innovationskraft der Branche gefragt, um die Kunden zu überzeugen.
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KÖLN. Mitten in der Nordsee drehen die Deutschen Edelstahlwerke (DEW) das große Rad. 122 Meter beträgt der Durchmesser der Windkraftanlagen im Offshore-Park „Bard 1“. An den Getriebestahl von DEW stellt das hohe Ansprüche: Rund 144 Millionen Umdrehungen leistet ein Rotor, bevor rechnerisch die Lebenszeit eines solchen Windrads erschöpft ist. Neun der neuen Mühlen im Meer sind bereits installiert.

Der Stahl muss besonders zäh sein, um den Schlägen heftiger Windböen standhalten zu können. Jürgen Horsthofer, stellvertretender Vorsitzender der DEW-Geschäftsführung, geht davon aus, dass die Anforderungen der Windenergieindustrie an Stahl in den nächsten Jahren weiter wächst.

Verbesserter Stahl helfe auch, die Kosten zu reduzieren. „Je besser ein Stahl ist, desto seltener muss der Betreiber eine Anlage warten“, sagt Horsthofer. Gerade auf dem Meer geht die Wartung der Windräder ins Geld.

Die Innovationskraft der Stahlbranche ist nötig, um im Wettbewerb der Werkstoffe mit Qualität und neuen Eigenschaften zu überzeugen. „Immer öfter trägt Stahl zur Steigerung der Energieeffizienz bei“, sagt Falko Schröter, Marketingleiter der Dillinger Hütte. Es liege voll im Trend, die gleiche Leistung mit weniger Stahl zu erzielen.

Die Dillinger Hütte liefert für Windkraftwerke an Land und im Meer sowie Wasserkraftwerke spezielle Bleche. Diese sind so geschnitten, dass sie sich unter schwierigen Bedingungen vor Ort besser schweißen lassen. So entstehen im Laufe der Jahre weniger Risse, Ausbesserungsarbeiten werden seltener. Die Dillinger Hütte macht schon jetzt 60 Prozent ihres Umsatzes mit der Energiewirtschaft. „Der Markt mit den regenerativen Energien wird sich ausdehnen“, sagt Schröter.

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