Klimagipfel in Marokko Wenn Wasser zum Kostenrisiko wird

Dürren, Überschwemmungen, strengere Umweltgesetze: Wasserprobleme werden für Unternehmen zunehmend zu einem Kostenfaktor, das zeigt eine Umfrage bei Großunternehmen. Investoren sorgen sich um ihre Anlagen.
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Dürren verursachen Milliardenschäden – auch bei Unternehmen. Quelle: dpa
Dürre in Kenia

Dürren verursachen Milliardenschäden – auch bei Unternehmen.

(Foto: dpa)

BerlinWasser, eine Selbstverständlichkeit, ausreichend vorhanden? Ein Trugschluss - meint Morgan Gillespy, Wasserexpertin bei CDP (Carbon Disclosure Project), einer weltweit tätigen Investoreninitiative, die Umweltaktivitäten und -risiken von Unternehmen misst. „Die Unternehmen haben Wasser lange Zeit als Selbstverständlichkeit und unendliche Ressource angesehen.“ Doch diese Annahme erweise sich als falsch. Grund sei der Klimawandel, der zunehmend für Dürren und Überschwemmungen, aber auch zu strengeren Umweltgesetzen führe.

Hinter CDP stehen 643 institutionelle Anleger mit einem Anlagevermögen von 67 Billionen US-Dollar. CDP befragt weltweit große Konzerne, um Klimarisiken für ihre Anlagen aufdecken zu können. Eine CDP-Studie, die heute auf der Weltklimakonferenz in Marokko vorgestellt wird, zeigt, dass Wasserrisiken vor allem für weltweit tätige Konzerne rasch zunehmen. Bei den 607 Unternehmen, die in diesem Jahr auf die Umfrage zum Wassermanagement geantwortet haben, darunter auch BASF, Bayer, Eon und VW, haben Wasserprobleme mittlerweile zu finanziellen Auswirkungen in Höhe von 14 Milliarden US-Dollar im laufenden Jahr geführt.

Fast jeder Sektor ist nach CDP-Angaben betroffen: Versorgungs-, Rohstoff- und Energieunternehmen meldeten die stärksten Auswirkungen. Die Volkswagen AG gab Ausgaben von zwei Millionen Euro wegen strengerer Vorschriften für Chemikalien in Spanien an. Außerdem erwarten die Unternehmen, dass über die Hälfte der mehr als 4.000 von ihnen identifizierten Wasserrisiken in den nächsten Jahren eintreffen werden. Eon beispielsweise hält es für wahrscheinlich, dass die Standorte in Großbritannien, Frankreich und Schweden in den nächsten drei Jahren von Wasserknappheit betroffen sein könnten.

Investoren sorgten sich zu Recht wegen der Auswirkungen von Wasserrisiken auf ihre Anlagen, sagte CDP-Wasserexpertin Gillespy. CEO Paul Simpson warnte, dass Wasserrisiken eine ernsthafte Bedrohung für den Gewinn darstellen könnte bis hin zu einer Gefährdung der Geschäftsgrundlage. Die Studie sei ein „Weckruf für die Unternehmen in aller Welt, Wasserthemen ernster zu nehmen“.

Im marokkanischen Marrakesch trifft sich gerade die internationale Staatengemeinschaft, um nach dem historischen Durchbruch bei der Pariser Klimakonferenz im vergangenen Jahr die zügige Umsetzung des Abkommens zu verhandeln. Nach einer Woche Vorverhandlungen sollen jetzt die fachlich zuständigen Minister die Gespräche auf politischer Ebene abschließen. Das Pariser Klimaabkommen ist der erste rechtsverbindliche Weltklimavertrag, der alle Staaten der Welt in die Pflicht nimmt. Mehr als 190 Staaten hatten sich zu dem Ziel bekannt, die Erderwärmung auf unter zwei Grad im vorindustriellen Vergleich zu begrenzen, besser auf 1,5 Grad. Dafür soll in der zweiten Hälfte des Jahrhunderts eine globale Treibhausgasneutralität erreicht werden.

Wasser, eine Selbstverständlichkeit?
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6 Kommentare zu "Klimagipfel in Marokko: Wenn Wasser zum Kostenrisiko wird"

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  • Normalerweise findet man zu den "Klimakonferenzen" in den L-Medien einen Tsunami an KlimawandeIartikeln, einer schriller als der andere. Bei dieser "Klimakonferenz" halten sich die L-Medien sehr zurück.

    Nach den Wahlen in den USA ist es sehr wahrscheinlich dass die USA aus dem "Klimawandel" , bzw. der sachlich ziemlich abwegigen ökoreligiösen Weltuntergangskatastrophe aussteigen. Da die Chinesen, Inder und viele andere nur den Europäern, der USA zu liebe teilnehmen ist anzunehmen, dass sich der "Klimawandel" künftig auf Europa konzentriert.

    Es ist anzunehmen, dass sich die Initiatoren des "Klimawandels" Gedanken machen wie man den "Klimawandel" neu positioniert, oder eine neue ökoreligiöse Weltuntergangskatastrophe lanciert. Ich bin gespannt.

  • Abseits ökoreligiöser Weltuntergangskatastrophen wie dem "Klimawandel" gab es vom 17. - bis Anfang des 19. Jahrhunderts die sogenannte Kleine Eiszeit mit Hungersnöten in Europa. Seitdem ist die Globaltemperatur je nach Quelle zum Glück um 0,8°C gestiegen. Das sich dadurch das Wetter und die Wasserverfügbarkeit in einigen Teilen der Erde geändert hat ist naheliegend. Sollte sich das Klima aus irgendwelchen Gründen weiter erwärmen, nimmt die Verdunstung aus den Ozeanen zu das Wetter wird global feuchter.

    Die aktuellen Wasserknappheiten sind in erster Linie einer Zunahme der Bevölkerungen, der Industriealisierung und der Plünderung fossiler Wasservorkommen geschuldet. Die Behauptung dass Wasser in GB, oder F knapp werden wird ist meines Erachtens ökologisch.



  • Das mit dem Mangel hat der Sozialismus so an sich. In Europa geht das Wasser aus und in der Wüste der Sand. Da lob ich mir mein System, bei mir kaufen die Eskimos Eisschränke und die Blinden Fernseher.

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