„Die Grenzen des Wachstums“: Der Club of Rome im Faktencheck

„Die Grenzen des Wachstums“
Der Club of Rome im Faktencheck

Mitten im Wirtschaftsboom der westlichen Welt zeigte der Club of Rome 1972 der Menschheit ihre Grenzen auf. Wie schlagen sich die Szenarien von damals im Realitätscheck heute?

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    Kommentare zu "Der Club of Rome im Faktencheck"

    Alle Kommentare
    • Hut ab vorm Club of Rome. Seine Experten sagten schon in 1972 aus, daß die Rohölquellen zur Jahrtausenwende versiegen werden. Heute sind die förderbaren Ölreserven bei 185 Mrd. Tonnen so groß wie nie zuvor (Quelle MWV). Bei gleichbleibendem Verbrauch, 87 Mio. Tonnen täglich reichen die Reserven 540 Jahre (Quelle Rohstoff-welt.de

    • Der Fortbestand unserer Zivilisation wäre kein Problem wenn wir gegenüber neuen Technologien wie der Atomkraft offen wären, und bereit wären, alte Techniken durch neue auszutauschen. Aber Deutschlands Politiker setzen genau auf das, was nicht funktioniert: auf Erdgas (reicht noch 100 Jahre bei derzeitigem Verbrauch, 50 Jahre bei geplantem Verbrauch), auf Solar/Windkraft (finanziell und damit auch energetisch unhaltbar) und auf Energiesparen (ein schlechter Witz: die Lösung für Energiemangel ist demnach, weniger Energie zu verbrauchen - das ist so wie wenn ein Schüler sagt die Lösung für seine schlechten Noten ist, daß er sich mit den schlechten Noten einfach zufriedengibt - Danke Frau Merkel, Danke Club of Rome für diese tolle Idee namens "Energiesparen")

    • @JohannesSchmidt ... das ganze geht auch freiheitlich demokratisch: Die (im Verhältnis zur Weltbevölkerung) zunehmende Verknappung der Nahrungsmittel führt zu steigenden Preisen und damit zu Hunger in den Schwellen- und Dritteweltländern. Zusammen mit dem Rückgang der Bevölkerungszahlen in den entwickelten Ländern ergibt das ein Stabilisierung der Weltbevölkerung.
      Das Wirtschaftliche Wachstum wird durch die zunehmende Verknappung an Rohstoffen gedämpft. Es wird mehr Recycled und der Preis steigt durch den Mehraufwand. Die technische Weiterentwicklung führt zwar zu einem kontinuierlichen Fortschritt, die steigenden Kosten für knapper werdende Ressourcen wie Trinkwasser etc. führen aber gleichzeitig zu einem konstanten Wohlstandsniveau. Auf diese Weise wird durch freien Markt und begrenzte Ressourcen ein Gleichgewichtszustand in der westlichen Welt zu Lasten aller anderen erreicht ... wer damit Leben kann darf auch gerne diesen Weg einschlagen.

    • "Allerdings halten auch die Autoren der neueren Studien an der Aussage fest, dass ein Gleichgewichtszustand ohne Kollaps möglich ist."
      Das, was immer unausgeprochen bleibt ist, wie dieser Gleichgewichtszustand gesellschaftlich hergestellt werden soll. Alle sog. Wachstumskritiker drücken sich (wie die Grünen seit ihrer Gründung im übrigen auch) um die Beantwortung dieser Frage herum. "Gleichgewicht" soll wohl heißen, dass jeder Mensch nur soviel verbraucht wie für ihn nachwachsen/ersetzt werden kann. Dies geht aber nur über Rationierung. Nun zu den Kernfragen: Wer legt diese Verbrauchssätze fest? Was passiert mit Bürgern, die aus welchen Gründen auch immer mehr verbrauchen? Geldstrafen, Sanktionierung, Gefängnis, Verbannung? Dürfen Bürger sich weiterhin nach Gutdünken fortpflanzen? Die sog. Überbevölkerung und damit zusätzliche "Verbruacher" gefährden wohl am meisten den angestrebten Gleichgewichtszustand. Denkt man die Forderung des Club of Rome zuende, geht es also um eine weltweite ökologische Zwangswirtschaft totalitären Ausmaßes.

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