Einigung bei Weltklimakonferenz
Die „Bali Roadmap“ steht

Sie haben gestritten, gefeilscht, taktiert – nach zähen Verhandlungen hat sich die Weltklimakonferenz geeinigt, bis 2009 ein neues weltweites Klimaabkommen auszuhandeln. Zuvor wäre die Konferenz beinahe gescheitert. Umweltminister Sigmar Gabriel warf vor allem den USA vor, zu „Taschenspielertricks“ gegriffen zu haben.
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HB BALI. Das Mandat, die „Bali Roadmap“, wurde schließlich am Samstag von allen 190 Delegationen einmütig akzeptiert, nachdem noch kurz zuvor erbitterter Streit darüber ausgebrochen war. UN-Generalsekretär Ban Ki Moon hatte am Samstagmorgen noch einmal dringend an die Unterhändler appelliert, ihre Differenzen beizulegen.

Die UN-Konferenz mit 11 000 Teilnehmern hatte 13 Tage lang über das Verhandlungsmandat gestritten. Das fünfseitige Papier legt nun bereits einige Grundlagen für das kommende Abkommen, das 2009 fertig sein soll. Ziel ist eine drastische Verminderung der Treibhausgase, um die Erwärmung der Erde zu bremsen.

Zuletzt hatte ein Streit über die Anstrengungen der Entwicklungsländer beim Klimaschutz die Konferenz stundenlang blockiert. China und Indien hatten Einwände gegen einen Kompromissvorschlag vorgebracht, der in der Nacht zu Samstag ausgehandelt worden war.

Die Verhandlungen wurden unterbrochen, weil die chinesische Delegation geltend machte, dass die Verhandlungen in der Gruppe der Entwicklungs- und Schwellenländer (G-77) noch nicht abgeschlossen seien. Die indische Delegation erklärte, die in dem Entwurf enthaltene Passage über Pflichten der Entwicklungsländer beim Klimaschutz sei so nicht abgestimmt und machte einen Alternativvorschlag.

Um die Entscheidung voranzubringen, erklärte die Europäische Union, man stimme der neuen Formulierung zu. Letztlich trugen, nach einigen weiteren Änderungen, alle den Abschlusstext mit.

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