Energieeffizienz
Kühlschränke werden sparsamer

Kühl- und Gefriergeräte schlucken rund ein Fünftel der Energie, die in Privathaushalten benötigt wird. Ein neues Energielabel soll Hersteller motivieren, den Stromverbrauch von Haushaltsgeräten zu optimieren.

DÜSSELDORF. Steigende Energiepreise und ein zunehmendes Umweltbewusstsein lassen den Ruf nach energiesparenden Lösungen im Haushalt immer lauter werden. Denn egal, ob Waschmaschine, Trockner oder Kühlschrank - fast alle Haushaltsgeräte brauchen Strom, um in Fahrt zu kommen. Unter Leitung des Dachverbandes der europäischen Hausgeräteindustrie CECED soll nun das in Europa eingesetzte Energielabel überarbeitet werden - derzeit für Kühl- und Gefriergeräte, später auch für andere Haushaltsgeräte.

Kühl- und Gefriergeräte schlucken rund ein Fünftel der Energie, die in Privathaushalten benötigt wird, da ist es klar, dass Verbraucher bei Neukauf mehr als bei anderen Geräten auf den Energieverbrauch achten. Kein Wunder also, dass die Hersteller und ihre Zulieferer ständig an neuen Lösungen tüfteln, mit denen man den Energiehunger weiter senken und sich vom Wettbewerb abheben kann.

Eine Stellschraube ist die Optimierung der zur Isolierung eingesetzten Dämmschichten. Diese bestehen in der Regel aus einem Schaumstoff namens Polyurethan. Um eine bessere Isolierung der als Dämmschicht eingesetzten PUR-Hartschäume zu erreichen, haben Forscher des Mischkonzerns Evonik neue Schaumstabilisatoren entwickelt, welche die Zellstruktur und damit die wärmedämmenden Eigenschaften verbessern. Laut Evonik könnten damit schon die Kühlschränke der nächsten Generation bis zu fünf Prozent weniger Energie verbrauchen.

Die Schaumstabilisatoren haben zwei Vorteile. Zum einen machen sie den Schaum feinzelliger und verbessern dadurch die Wärmeisolation. Denn je dichter der Schaum, desto effizienter die isolierende Schicht. Zum anderen sorgen sie für eine bessere Verteilung. Dadurch kann sich der Schaum beim Einspritzen in die Kühlschrankform gleichmäßig verbreiten und es entstehen keine Hohlräume, über die Außenwärme fast ungehindert in den Innenraum des Kühlschranks dringen kann.

Die Polyurethanhersteller haben sich zum Ziel gesetzt, die Wärmeleitfähigkeit des Materials um bis zu zehn Prozent zu senken. Die Optimierung der Additive ist aber nur eine Möglichkeit, die Isolierung bei den Kühlgeräten zu verbessern. "Am Ende macht vor allem die richtige Mischung das Erfolgsrezept aus", sagt Rüdiger Voss, Leiter des Geschäftsfelds "Hausgeräte" bei der Elastogran-Gruppe. Das Unternehmen ist eine Tochter des Chemiekonzern BASF und gehört zu den führenden Unternehmen auf dem Gebiet des Spezialkunststoffes.

"Vor ein paar Jahren haben wir noch versucht, durch dickere Wände eine bessere Isolierung von Kühlschränken zu erreichen. Allerdings sind uns hier durch Einbauküchen enge Grenzen gesetzt, und auch bei den freistehenden Kühlschränken müssen wir uns an bestimmte Design-Vorgaben halten", erläutert Voss.

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