Interview Stefan Lechtenböhmer
„Signale setzen“

Der Forschungsgruppenleiter des Wuppertal Instituts für Klima, Umwelt, Energie fordert von Kommunen mehr Einsatz bei Gebäudesanierungen und strengere Vorgaben im Wohnungsbau.
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Was können Kommunen tun, um die Energieeffizienz zu erhöhen?
Die Gebäudesanierung ist ein entscheidender Bereich, um Städte energieeffizienter zu machen. Es wird zwar viel, aber bei weitem noch nicht genug getan. Dabei können Städte mit wenig Aufwand sehr smart auftreten.

Wie sollten Städte vorgehen?
Wenn sie eigene Gebäude in Hinblick auf mehr Effizienz sanieren oder neu bauen, können sie wichtige Signale setzen. Zum Teil fordert die EU von den Kommunen bereits über Richtlinien, Vorreiter zu sein.

Scheitern Privatleute nicht vor allem an der Finanzierung?
Es gibt neben Förderprogrammen des Bundes idealerweise auch ergänzend gezielte kommunale Unterstützung. Aber auch wenn sich solche Zuschüsse längst nicht jede Stadt leisten kann: Es geht vor allem um den politischen Willen, etwas verändern zu wollen.

Wie kann der sich äußern?
Städte kennen den eigenen Immobilienmarkt sehr gut. Dieses Wissen ist der Schlüssel. Wenn Bereiche saniert oder neue Quartiere geplant werden, kann es besondere Vorgaben für Energieeffizienz geben.

Und damit sind die erhofften Einsparungen sicher?
So einfach ist es leider nicht. Doch Städte könnten häufige Defizite bei der Umsetzung mit einer aktiven Bauaufsicht begleiten und so helfen, die Qualität zu sichern.

Herr Lechtenböhmer, wir danken Ihnen für das Gespräch.

Manuel Heckel
Manuel Heckel
Pressebüro JP4

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