Energieversorgung
Studie: Deutschland geht der Strom aus

Schon im kommenden Jahr könnte Deutschland mehr Strom verbrauchen als erzeugen. Ursache für die mögliche Unterversorgung ist laut einer aktuellen Untersuchung der Atomausstieg. Demnach würde Deutschland bei anhaltendem Wirtschaftswachstum auf Dauer von Stromimporten abhängig.

HB HAMBURG. Deutschland steuert auf eine Lücke bei Stromversorgung zu. Laut einer Untersuchung des Hamburgischen Weltwirtschaftsinstituts (HWWI) könnte hierzulande schon im nächsten Jahr weniger Strom erzeugt als verbraucht werden. Als Ursache nennt die Untersuchung im Auftrag der Hypovereinsbank den Ausstieg aus der Kernenergie. Demnach reicht die Strommenge, die durch erneuerbare Energien und eine stärkere Nutzung fossiler Energieträger erzeugt werden kann, nicht aus, um den wachsenden Bedarf zu decken.

Ihren Berechnungen legten die HWWI-Experten ein jährliches Wirtschaftswachstum von 2,5 Prozent und einen Anstieg des Stromverbrauchs von 0,5 Prozent pro Jahr zugrunde. Daraus errechneten sie eine Versorgungslücke von 16 Prozent bis zum Jahr 2020. Dieser Strom müsste aus dem Ausland importiert werden. Fazit der Studie: Der deutsche Strombedarf kann künftig nur dann aus inländischer Erzeugung gedeckt werden, wenn er Jahr für Jahr abnimmt. Ein solches Szenario ist nach Meinung der Experten aber nicht realistisch.

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