Erneuerbare Energie
Eon entwickelt Riesenbatterie für Windkraft

Der Eon-Konzern entwickelt eine riesengroße Batterie, um Strom aus Wind- oder Solaranlagen zu speichern. Ein Prototyp werde die Größe von vier großen Lastwagencontainern haben und ein Megawatt elektrischer Leistung speichern können, teilte das Unternehmen gestern mit.

HB DÜSSELDORF. Der Akku wird zur Zeit im Technologiezentrum von Eons britischer Tochter in Nottingham entwickelt und getestet. Er soll im Herbst 2009 einsatzbereit sein.

Mit einer solchen Batterie könnte das Grundproblem bei der Produktion von erneuerbarer Energie gelöst werden. Wind- und Solaranlagen liefern ihren Strom witterungsbedingt in unregelmäßiger Stärke und nicht immer in Einklang mit der Nachfrage. Windräder etwa laufen zu windstarken Zeiten auf Hochtouren, in der Flaute stehen sie aber still. Wegen den stark schwankenden Lieferungen lassen sich Produktion und Nachfrage so nur schwer in Einklang bringen. Zur Absicherung müssen konventionelle Kraftwerke bereit stehen. Mit der von Eon geplanten Batterie könnte Energie, die in windstarken Zeiten über dem Bedarf produziert wird, gespeichert und in Zeiten mit hoher Nachfrage, aber geringer Produktion, abgeben werden.

Eon ist nicht das einzige Unternehmen, dass an der Lösung des Speicherproblems bei der Windenergie forscht. Als erfolgversprechender Ansatz gelten auch Druckluftspeicherwerke. Hier wird mit überschüssiger Windenergie Druckluft in unterirdische Lagerstätten wie beispielsweise Salzkavernen gepresst. Wenn die Nachfrage wieder größer als das Angebot an Windenergie ist, wird die Druckluft wieder entspannt und zu Strom umgewandelt.

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