Erneuerbare Energien

Deutschland sucht den Super-Akku

Der große Nachteil an erneuerbaren Energien ist, dass sie nicht zu jeder Zeit in gleichem Maße verfügbar sind. Speichertechnologien werden deshalb immer bedeutender. Doch noch suchen Experten nach der optimalen Technik.
  • Ingmar Höhmann
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Anlagen wie das Pumpspeicherkraftwerk Waldeck I werden zum Speichern der Energie in Zukunft kaum ausreichen. Quelle: dpa/picture alliance

Anlagen wie das Pumpspeicherkraftwerk Waldeck I werden zum Speichern der Energie in Zukunft kaum ausreichen.

(Foto: dpa/picture alliance)

KölnFrüher ließen sich Politiker eher selten im Fraunhofer-Institut für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik in Oberhausen blicken. Das hat sich geändert. Im Juli rückte gar die nordrhein-westfälische Wissenschaftsministerin Svenja Schulze an und ließ sie sich ein Testlabor für Redox-Flow-Batterien zeigen.

„Als wir vor sechs Jahren das Thema entdeckten, hat sich keiner dafür interessiert“, sagt Fraunhofer-Forscher Christian Dötsch. Jetzt gebe es jede Woche Anfragen von Unternehmen oder Journalisten. Dabei sind Redox-Flow-Batterien noch längst nicht markttauglich.

Doch der Ausstieg aus der Atomenergie stellt das Land vor eine neue Aufgabe: die Speicherung von Wind- und Solarstrom für die Tageszeiten, in denen die Luft stillsteht und die Sonne nicht scheint.

Deutschland sucht den Super-Akku – ein Megaprojekt. Der US-Marktforschung Pike Research zufolge werden in den nächsten zehn Jahren die Investitionen in Energiespeicher weltweit rund 85 Milliarden Euro erreichen. 50 Prozent des Speicherbedarfs entstehen durch die Notwendigkeit, den schwankenden Ökostrom besser ins Netz einzuspeisen. „Wir haben einen Wendepunkt erreicht“, sagt die Analystin Anissa Dehamna. „Der Markt ist jetzt reif: Versorger, Netzbetreiber und Ausrüster verstärken alle ihre Bemühungen, um neue Speicherlösungen zu finden.“

Nur eine Technik arbeitet bislang wirtschaftlich

Nirgends ist der Bedarf größer als in Deutschland, wo der Ausbau von Wind- und Solaranlagen alle Erwartungen übertrifft. Im ersten Halbjahr 2011 erzeugten die Erneuerbaren dem Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft zufolge erstmals mehr als 20 Prozent des Stroms. Die Bundesregierung hat daher jüngst 200 Millionen Euro für die „Förderinitiative Energiespeicher“ spendiert.

Die neuen Mittel sind auch nötig, denn bisher gibt es nur eine einzige wirtschaftliche Technologie: Pumpspeicherkraftwerke. Sie pumpen Wasser in ein höher gelegenes Becken. Lassen sie es abfließen, erzeugen Turbinen wieder Strom. Doch in Deutschland gibt es kaum geeignete Standorte.

Eine Alternative sind Druckluftspeicher. Sie nutzen Ökostrom, um Luft zu komprimieren und in Höhlen zu stauen. Strömt die Luft heraus, wandeln Turbinen den Druck wieder in Strom um. Diese Technik ließe sich in großem Maßstab in Norddeutschland realisieren, wo viele Salzkavernen vorhanden sind. Die Betreiber von Offshore-Windparks könnten sich zusammenschließen, um ihren Strom dort zu speichern.

Die Bundesregierung fördert Batteriespeicher
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8 Kommentare zu "Erneuerbare Energien: Deutschland sucht den Super-Akku"

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  • Wissen Sie, wie hoch der Wirkungsgrad ist, und wie gut die Speicherbarkeit (bzw. wie hoch der Kühlungsaufwand)?

  • Wenn man Luft verflüssigen würde, anstatt sie nur zu komprimieren, könnte man sie transportieren und damit sehr umweltfreundlich Fahrzeuge antreiben. Die Reichweite wäre relativ gering, zugegeben, aber das Nachtanken ginge so schnell vonstatten wie mit Benzin. Druckluftautos sind leise und sauber, für die Stadt ideal. Leider scheint niemand in diese Richtung zu forschen, ich lese jedenfalls nirgends etwas darüber. Weiss jemand, wo der Nachteil liegt?

  • Wenn man Luft verflüssigen würde, anstatt sie nur zu komprimieren, könnte man sie transportieren und damit sehr umweltfreundlich Fahrzeuge antreiben. Die Reichweite wäre relativ gering, zugegeben, aber das Nachtanken ginge so schnell vonstatten wie mit Benzin. Druckluftautos sind leise und sauber, für die Stadt ideal. Leider scheint niemand in diese Richtung zu forschen, ich lese jedenfalls nirgends etwas darüber. Weiss jemand, wo der Nachteil liegt?

  • Ergänzung zu Bio-Treibstoffen: Sie sollten nicht aus Nahrungsmitteln erzeugt werden und auch nicht mit Nahrungspflanzen um die gleiche Fläche konkurrieren. Bio-Treibstoffe aus Rest- und Abfallprodukten sind unkritisch.

  • Warum denken Sie, dass die 4 Punkte in Ihrer Liste Umweltkiller sind?

    Hybrindfahrzeug: Technisch komplexer als ein reiner Verbrenner. Mehr Gewicht. Kleiner Akku. Akkurecycling ist aufwendig. Spart aber durch die Nutzung des E-Antriebs im Stadtverkehr und Nahbereich Energie ein. Verbraucht aber weiterhin fossile Brennstoffe und schädigt damit die Umwelt.

    E-Fahrzeuge: Technisch weniger komplex als ein reiner Verbrenner. Ja nach Akkugröße gleiches Gewicht oder auch mehr Gewicht. Akku Recycling ist anspruchsvoll. Verbraucht deutlich weniger Energie wie ein Verbrenner. Energie kann umweltverträglich durch Wind, Solar, Biomasse erzeugt werden.

    Bio-Treibstoffe: Grundsätzlich ein positives Konzept. WENN: Nicht in Monolulturen angebaut; keine Extraflächen für den Anbau geschaffen werden müssen; die Energie zum Ernten, Transport und Verarbeiten der Rohstoffe zu Treibstoff weniger Energie verbraucht als der Treibstoff liefert.

    Bio-Lebensmittel: Anbau verwendet keine konventionellen Pflanzenschutzmittel. Gut für die Umwelt. Gut für die Artenvielfalt im Feld. Erträge und Qualität (Aussehen, Größe) oft geringer. Belastungen durch Pflanzenschutzmittel im fertigen Produkt nicht vorhanden.

    Vielleicht habe ich etwas vergessen, aber ich sehe bei den von Ihnen genannten Punkten keine sehr negativen Seiten.

  • @Pendler
    wie sieht denn Ihre "prktikable udn umweltschonenden Technik" denn aus ?
    Haben Sie was konkretes zum Thema.

    Und warum sind Ihrer Meinung nach E-Fahrzeuge und Bio-Lebensmittel Umweltkiller. Das müssen Sie schon etwas genauer erläutern.Sonst ist Ihr Beitrag nichts weiter als verbale Umweltverschmutzung.

  • Es stellt sich die Frage, ob man nicht lieber auf dne Transport von Strom verzichtet und stattdessen z.b. wasserstoff direkt in die Haushalte transprtiert und dort nach Bedarf in Strom umwandelt.

  • Es freut mich immer wieder, wenn unsere Generation doch noch Vertrauen in die Zukunft hat und sich nach det typisch dt. Art um eine schönere, reichere Zukunft bemüht.

    Es würde uns außerordentlich freuen, wenn es damit dann gelingt, die Umweltkiller:

    - Hybridfahrzeuge
    - E-Fahrzeuge
    - Bio-Treibstoff
    - Bio-Lebensmittel

    endlich in eine prktikable udn umweltschonenden Technik umzu switchen

    VIEL ERFOLG, Deutschland

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