Erneuerbare Energien

Mit Lenkdrachen Windenergie gewinnen

Trendsport Kite-Surfen als Vorbild: Mit Lenkdrachen als Alternative zu herkömmlichen Windrädern wollen Stuttgarter Forscher neue Standorte für die Stromerzeugung aus Windkraft erschließen.
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Der Trendsport Kite-Surfen könnte zum Schlüssel für bessere Windkraftanlagen werden. Quelle: Reuters

Der Trendsport Kite-Surfen könnte zum Schlüssel für bessere Windkraftanlagen werden.

(Foto: Reuters)

DüsseldorfKite-Surfen ist zum Trendsport geworden. Die Zahl der Anhänger, die sich für die Mischung aus Windsurfen und Drachenfliegen begeistern, wächst rasant. Wenn der Wind den Kite erfasst, trägt er den Surfer meterhoch empor. Extreme Sprünge sind möglich, maximaler Spaß ist gewährleistet.

Doch solch ein moderner Lenkdrachen ist mehr als nur ein Sportgerät – er lässt sich auch als Energieerzeuger einsetzen. Die Flugbewegung des Drachen kann verwendet werden, um einen Generator anzutreiben, der die gewonnene kinetische Energie in elektrische Energie umwandelt.

Diese Idee hatten die Gründer der Berliner NTS Energie- und Transportsysteme GmbH. Für die Realisierung des Vorhabens holten sie das Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung IPA in Stuttgart mit ins Boot. Mit der neuen Methode wollen die Projektpartner die starken Winde in bis zu 500 Metern Höhe nutzen.

„Die Kites fliegen in Höhen von 300 bis 500 Metern, wo sie den Wind einfangen sollen“, erläutert Joachim Montnacher, Diplom-Ingenieur am IPA. „Über etwa 700 Meter lange Seile sind sie mit Wagen verbunden, die sie über einen Schienenrundkurs ziehen. Aus der entstehenden Bewegungsenergie erzeugt ein Generator Strom.“

Hohe Energieausbeute
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16 Kommentare zu "Erneuerbare Energien: Mit Lenkdrachen Windenergie gewinnen"

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  • Die Menschen lassen sich immer wieder ablenken von der Tatsache, dass FREIE ENERGIE nutzbar wäre....
    Das Know How liegt in verschlossenen Tresoren.... die Manipulationen der Schafherde gehen weiter....

  • Hi..die Gasvorkommen liegen regelmässig unter einer gasundurchlässigen Schicht, andernfalls gäbe es die Gasvorkommen nicht. Grundwasser wird in den darüberliegenden Schichten gewonnen. Tiefenwasser ist regelmässig sehr salzhaltig und mineralienhaltig.

    Insofern ist eine Kontamination des Grundwassers durch Fracking ziemlich ausgeschlossen, bzw. im Ökosprech eine "Verseuchung" des Grundwassers einer geschickten ökologischen Kommunikation/Phantasie zu verdanken.

    Reale Beeinträchtigungen ergeben sich beim Fracking anscheinend durch den LKW Verkehr, dem Anlagen von Wegen und Anlagen. Diese Belastungen dürften weit unter denen sehr umweltschädlicher Windmühlen liegen.

    Vandale

  • Also ich hab mir jetzt eine Palette von unkapputbaren Bleibatterien in China bestellt, um meine 50kW Solar-, Windstrom und Klein-BHKW besser nutzen zu können. Gleichzeitig die Einspeisung ins Öffentliche Netz und die Abnahme gekündigt, sowie Elektroauto geordert. Jetzt geht es dann autark weiter!

  • Ist doch schon in der Planung:
    http://www.skysails.info/english/power/

  • @vandale

    Unterschätzen Sie das Fracking nicht ein wenig?
    Beim Fracking gewinnen nur die Unternehmen und die Steuern mögen kurzfristig steigen.

    Doch die Folgen des "Auswaschens" der Schiefergasvorkommen erzeugt mitunter auch ökologisch katastrophal verseuchte Landstriche. Hier sollten Sie sich Berichte über den Abbau in Amerika zu Gemüte führen. Das reicht von verseuchtem Grundwasser bis hin zu versauertem und nicht mehr Nutzbaren Weideland/Wasserquellen etc. Menschen kamen dort auch schon zu schaden - interessiert aber nicht, weil es ja den Konzernen und einigen wenigen Beschäftigten durch diesen Raubbau gut geht. Auch abgesackte Flächen gibt es, in der Wüste von Arizona hinnehmbar, aber in der dichtbesiedelten BRD nicht wirklich erstrebenswert. Man kann im Saarland ja teilweise sehen, was passiert, wenn Böden absacken.
    Meiner Menung nach hat man dieses Verfahren nicht wirklich im Griff und man hat keine Eile dieses Voranzutreiben. Lasst die Amis ertmal machen und schauen wir uns die Folgen an, daraus könnte man dann lernen.
    Ich würde die Schiefergasvorkommen eher als letzte strategische Reserve sehen. Man muss mal etwas weiterdenken, als bis zum Bankkonto oder Tellerrand.

  • Ich könnte mir sogar ein konisch zulaufendes Röhrensystem in der Luft vorstellen, bzw ein Luftschiffkraftwerk.

    Warum sollte man sich seine Zukunft verbauen, in dem man alles vornherein ausschließt.

  • @ Marc_Renton
    Zitat : so leute wie sie werden nie begreifen worum es bei der energiewende geht.

    Anbei eine kurze Erläuterung, um was es eigentlich geht :
    Deutschland leistet sich eine doppelte Stromerzeugungskapazität
    Deutschland leistet sich als einziges Land auf dem Globus eine Verdoppelung seiner Stromerzeugungskapazität und seiner Stromnetze, die es sich nicht leisten darf. Statt nur die erforderlichen 100 Prozent des deutschen Strombedarfs zu decken, ist die Erzeugungskapazität auf 200 Prozent ausgerichtet. Nach wie vor und stets nämlich müssen herkömmliche Kraftwerke bereitstehen, um mit Strom einzuspringen, wenn Wind und Sonne ausfallen. Mit immer mehr Windkraft-, Voltaik und Biogasanlagen müssen daher stets auch zusätzlich herkömmliche Kraftwerke gebaut werden. Obendrein erzwingt dieser vorgebliche „Ökostrom“ ein weiteres Stromleitungsnetz mit zusätzlicher aufwendiger Regelungstechnik. Diese Politik ist unverantwortlich. Mit ihr setzt Deutschland seine Wirtschaftskraft, seinen Wohlstand und seine politische Stellung aufs Spiel.

    Und sie müßen wohl diesen Mist nicht mitbezahlen...?

  • Hi Berndengesser..das Erdgasfracking hat den Ökologen einen mächtigen Schock versetzt. Preiswerte Energie und damit allgemeiner Wohlstandsgewinn ist für die Ökologen eine gräusliche Vorstellung wo diese doch eine asketische (für die Mehrheit), feudalistische Gesellschaft (für wenige) anstreben. Die Ökokonzerne haben die Propagandamaschine angeworfen und kreieren eine Phantasiegeschichte nach der anderen.

    Sehr warscheinlich bergen Windmühlen und Solardachanlagen die höchsten Risiken im Verhältnis zur erzeugten Energie. Offshorewindmühlen haben z.B. in D bislang kaum Strom erzeugt, jedoch bereits 5 Todesopfer gefordert (Quelle Focus). Hierbei habe ich unterstellt dass Solarstrom und Windstrom in einem Netz nutzbar wären. Der Steinkohlebergbau ist auch ziemlich gefährlich. 1000ende Bergleute kommen jährlich in China und anderen Ländern ums Leben. Erdgas fordert zwar viele Opfer bei der Nutzung aber sehr wenige bei der Erzeugung.

    Verglichen mit den sehr umweltschädlichen Windmühlen und Solarzellen sind die Umweltschäden beim Gasfracking offensichtlich gering, oder?

    Vandale

  • @vandale: Schon einmal überlegt, welche Gefahrenpotentiale diese von Ihnen genannten Technologien (im Unterschied zu Nutzung der Windenergie, egal auf welche Art) in sich bergen? Gerade das derzeit so hoch gepriesene Fracking (Schiefergasvorkommen) ist technologische Steinzeit und ist von den zu erwartenden Folgekosten betrachtet absolut unwirtschaftlich.
    Da Sie zugeben, keine Steuern zu zahlen, kann es Ihnen ja gleichgültig sein, was mit den Steuergeldern passiert.

  • @vandale
    so leute wie sie werden nie begreifen worum es bei der energiewende geht, daher könnten sie endlich aufhören hier solchen unsinn zu posten, sie erzählen eh immer den gleichen mist.

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