Unter der Erdoberfläche brodelt und dampft es. Ein nahezu unbegrenztes Potenzial an Wärme schlummert in der Tiefe und wäre verfügbar, um unseren Energiehunger zu stillen. Doch die Praxis sieht anders aus.

Kommentare

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  • Sofern jemand eine wirkliche Antwort auf die Frage sucht...

    A. Man könnte die Subventionssätze für Geothermie soweit erhöhen, dass die technischen und kommerziellen Risiken der Technik überkompensiert werden. Da die Menschen in Deutschland gerne zig-Milliarden € für die Subvention "Erneuerbarer Energie" aufbringen sollte dies machbar sein.

    B. Andernfalls muss man warten, dass sich die Geologie und die 3D Seismik soweit weiterentwickeln dass sich Überraschungen beim Bohren vermeiden lassen. Die Kosten für Bohrungen sinken.

  • Rainer von Horn@ Kann man doch nicht wissen, wo Gibs ist und schon gar nicht was Gibs und Wasser miteinander so machen. Die tanzen dann ihre Namen.

  • Oh sorry, hier noch ein paar links zu Staufen:

    https://de.wikipedia.org/wiki/Hebungsrisse_in_Staufen_im_Breisgau

    http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/nach-erdwaerme-bohrung-eine-stadt-zerreisst-a-589944.html

    https://www.bei-abriss-aufstand.de/2015/04/08/staufen-im-ausnahmezustand-eine-warnung-an-s21/

    Oder hier im Elsass:

    http://www.badische-zeitung.de/elsass-x2x/hebungen-und-risse-im-elsass-folgen-von-geothermie-projekt--121829024.html

    Ich nehme an, das ist der Grund, wieso es um diese Technik so still wird.

  • @ Herr Peter Spiegel28.08.2017, 10:55 Uhr

    "Ein Städtchen ist doch Dank so einer Bohrung schon am zusammen fallen."

    Ja, das ist Staufen im Breisgau, in der Nähe von Freiburg, ein Mittelalterliches beschauliches Städtchen wird von der Erdwärme zerrissen. Schuld ist der Gipskeuper. Gibts den nicht auch am Bau des S21?

    Und in Basel hat es diese Art der Energiewende "geschafft" die ganze Gegend wackeln zu lassen.

    http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/erdwaerme-projekt-erneut-erdbeben-am-bohrloch-von-basel-a-459945.html

    Wir lernen: jede Aktion des Menschen provoziert eine Gegenreaktion und wie schreibt Broder in seiner Kolummne heute: das umweltfreundliche Auto gibtes gar nicht:

    https://www.welt.de/motor/article167975274/Autofahrer-lasst-euch-keinen-Unsinn-erzaehlen.html

    :-)

  • Ein Städtchen ist doch Dank so einer Bohrung schon am zusammen fallen.
    War ein Wasser unverträgliches Mineral im Boden.

  • Das ist ein sehr selektiver Artikel zugunsten der "Erneuerbaren Energie" Geothermie.

    Ein wesentlicher Grund dass die Geothermie nicht vorankommt ist dass die Tiefe Überraschungen bereit hält. Manche Bohrungen erreichen ihr Ziel andere nicht, manche lösen Erdbeben aus. So überwiegt das Risiko trotz der luxuriösen Subventionssätze.

    Ein anderer Grund ist dass der Strom Eigenverbrauch bei manchen Geothermiequellen nahe dem Stromertrag liegt. Ein Geschäftsmodell funktioniert dann nur wenn der bezogene Netzstrom wesentlich günstiger ist als die Subventionssätze für den eingespeisten Strom.

    Vielleicht ändert sich dies mit den Fortschritten der 3D Seismik die mit der Erdölgewinnung durch Fracking immer weiter entwickelt wird.

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