Essgewohnheiten
Nur Vegetarier futtern für den Klimaschutz

Kann Essen Sünde sein? Ja, und wie. Denn über die Nahrung fügen wir unserem Körper meist zu viel Salz, Zucker und Fett zu. Besonders Kinder und Jugendliche werden immer dicker – und belasten wegen der zu erwartenden Folgeerkrankungen das Sozialsystem. Doch die Essgewohnheiten in der westlichen Hemisphäre wirken sich auch negativ auf das Klima aus.

BERLIN. Jetzt haben Verbraucherschützer entdeckt, dass die Menschheit der westlichen Hemisphäre – wegen ihrer unreglementierten Essgewohnheiten – offenbar auch noch für einen erheblichen Teil der Erderwärmung verantwortlich ist. Die Klimabilanz eines jeden Lebensmittels müsse zum zusätzlichen Kriterium für die Kaufentscheidung werden, fordert deshalb der Bundesverband der Verbraucherzentralen (VZBV).

„Weniger Fleisch, mehr Obst und Gemüse, mehr saisonale, regionale, und ökologisch erzeugte Lebensmittel. Das ist nicht nur gesünder, sondern schützt auch noch das Klima“, sagt VZBV-Vorstand Gerd Billen.

Zum Beispiel seien die Treibhausgas-Emissionen für ein Kilogramm Rindfleisch vier Mal so hoch wie für ein Kilo Geflügelfleisch. Ein höherer Fettgehalt bei der Milch gehe genauso mit höherem CO2-Emissionen einher wie Gemüse aus der Tiefkühltruhe. Bei der Produktion von Milch und Joghurt entstehen demnach pro Haushalt jährlich durchschnittlich 970 Kilogramm an Treibhausemissionen, bei der Fleischproduktion immerhin noch 470 Kilogramm. Obst und Gemüse, das auf dem Wochenmarkt gekauft und alsbald verzehrt wird, schlägt mit lediglich rund 170 Kilogramm an schädlichen Klimagasen zu Buche.

Glücklich also, wer als Vegetarier lebt. Kann er doch allein durch die ihm übliche Nahrungszusammenstellung schon kräftig CO2 sparen: Ein Gemüseeintopf ohne Wursteinlage belastet die Umwelt demnach geringer als ein deftiges Linsengericht mit Spätzle, Rauchfleisch und einem Paar Wiener Würstchen.

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