Extreme Dürre El Niño trocknet Asien aus

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Meerwasser dringt ins Landesinnere vor
Im eigentlich fruchtbaren Mekong-Delta haben viele Reisfelder Schaden genommen. Quelle: AFP
Ausgedörrte Reisfelder

Im eigentlich fruchtbaren Mekong-Delta haben viele Reisfelder Schaden genommen.

(Foto: AFP)

Im sonst fruchtbaren Mekong-Delta in Vietnam haben nach Angaben der Behörden schon 139.000 Hektar Reisfelder Schaden genommen, weil Meerwasser ins Landesinnere vordringt. Der Salzgehalt ist zu hoch für die empfindlichen Pflanzen. Die Situation in der als „Reisschale Vietnams“ bekannten Region könne noch schlimmer werden, sagte Landwirtschaftsminister Cao Duc Phat Anfang März.

„Grund für die Dürre sind starke El Niño-Auswirkungen und steigende Temperaturen als Folge des Klimawandels“, sagte Tara Buakamsri, Thailand-Direktor von Greenpeace. „Sogar in der letzten Regenzeit war der Niederschlag ungleichmäßig verteilt.“

El Niño ist ein alle paar Jahre auftretendes Wetterphänomen. Dabei erwärmt sich der Pazifik. Das hat Folgen für das Klima weltweit, mit größeren Dürren als sonst in einigen Regionen und schlimmeren Überschwemmungen in anderen.

„Man muss immer daran denken, dass in solchen Situationen die Ärmsten der Armen am schlimmsten betroffen sind“, sagte Tara Buakamsri. Die Länder müssten ihre Infrastruktur verbessern, damit die Wasserressourcen nicht überstrapaziert werden.

Am Mekong können die Menschen immerhin auf Hilfe vom großen Nachbarn China hoffen. Das Außenministerium in Peking ließ vor einigen Tagen verlauten, dass der Jinhong-Damm im Südwesten Chinas in den kommenden Wochen weiter geöffnet werden soll. Damit könnte über den Mekong mehr Wasser nach Vietnam gelangen.

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  • dpa
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