Facility Management
Green Management für Gebäude

Ein Drittel des CO2-Ausstoßes in Deutschland entfällt auf die Kühlung, Heizung und Bewirtschaftung von Gebäuden. Das Einsparpotential ist entsprechend groß. Grünes Facility Management ist gefragter denn je. Vor allem die Kostensenkung ist für viele Unternehmen ein gutes Argument.

KÖLN. In Deutschland ließen sich jährlich allein 200 Mio. Tonnen CO2 einsparen, wenn die Hälfte aller Altbauten saniert würde, schätzt das Bundesbauministerium. Um die Öffentlichkeit für das Thema zu sensibilisieren, haben das Ministerium und die Deutsche Gesellschaft für nachhaltiges Bauen im vergangenen Jahr ein Gütesiegel ins Leben gerufen. Als Bewertung dienen ökologische, ökonomische und soziokulturelle Aspekte eines Gebäudes. Dabei geht es zum Beispiel um den effizienten Umgang mit natürlichen Ressourcen, geringere laufende Kosten und die Gesundheit der Nutzer. Die Zertifizierung ist zunächst für Büro- und Industriegebäude gedacht, kann in der Zukunft aber auch als Zertifikat für Privatimmobilien dienen.

Für die Unternehmen im Facility Management ergibt sich aus den gewachsenen Ansprüchen an die Nachhaltigkeit der Gebäudebewirtschaftung ein neues Betätigungsfeld. Der Kölner Mittelständler Dillenburger hat entsprechend reagiert und im Dezember 2008 die neue Sparte Green Management gegründet. Das Unternehmen mit seinen 160 Mitarbeitern stammt ursprünglich aus der Klimatechnik und hat sich vor allem auf das technische Gebäudemanagement spezialisiert. "Durch die Einführung des Energieausweises für Gewerbeimmobilien werden nur noch energieeffiziente Gebäude am Markt wettbewerbsfähig sein", sagt Geschäftsführer Oliver Dillenburger. Er ist sicher, dass er mit der Klima- und Umwelttechnik in seinem Unternehmen neue Arbeitsplätze schaffen kann - unabhängig von den aktuellen Konjunkturprognosen.

Um Gebäude nachhaltig zu bewirtschaften, achten Dienstleister auch auf Kleinigkeiten wie die Wahl der richtigen Bodenbeläge. Je widerstandsfähiger und leichter sich zum Beispiel eine Oberfläche reinigen lässt, desto mehr umweltbelastende Putzmittel lassen sich einsparen.

Die größten Einsparpotentiale liegen aber immer noch im Energieeinsatz. Die meisten Unternehmen suchen die Gründe für ihren hohen Energieverbrauch allerdings nicht allein der Umwelt zuliebe, sondern auch um Kosten zu senken: "Nicht selten analysieren wir bei unseren Kunden Möglichkeiten zum Energiesparen von bis zu 30 Prozent", erklärt Wolfgang Poldinger, Leiter Planung und Instandhaltung beim Facility Manager Voith Dienstleistungen GmbH. Als Beispiel nennt Poldinger ein Unternehmen, bei dem die Kosten für die Dampfproduktion massiv gestiegen war. Die Analyse ergab, dass das betriebseigene Dampfnetz des Kunden überdimensioniert war. Das Netz soll nun stillgelegt und durch mehrere dezentrale Kleinstdampferzeuger ersetzt werden. "Den Investitionskosten von einmalig 100 000 Euro stehen eingesparte Kosten von jährlich 300 000 Euro gegenüber", sagt Poldinger.

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