Finanzmarktkrise ist kein Hindernis
Investoren setzen auf alternative Energien

Der weltweite Boom von Investitionen in erneuerbare Energien wird die Kreditklemme überleben. Davon zeigten sich Experten auf einer Konferenz des Weltenergierats in London überzeugt. Das große Interesse von Risikokapitalfinanzierern an neuen Energietechniken steigere die Chance auf bahnbrechende Innovationen.

LONDON. Allerdings warnen Experten, der enorme Kapitalbedarf für die Transformation des globalen Energiesystems sei nur aufzubringen, wenn sich die Regierungen auf weltweite Rahmenbedingungen für die CO2-Reduzierung einigten.

"Die Zeiten, in denen die alternative Energiebranche aus ein paar Firmen in Deutschland, Dänemark und Spanien bestand, sind vorbei", sagte Michael Liebreich, Gründer und Chef des Informationsanbieters New Energy Finance.

In den vergangenen Jahren haben sich in den USA viele High-Tech-Investoren dem Energiesektor zugewandt. Liebreichs Rechercheure haben weltweit 1 573 Risikokapitalfonds gezählt, die in alternative Energien investieren. Sie haben ihren Einsatz seit Jahresanfang erhöht, während die Börse als Finanzierungsquelle in den Hintergrund trat. Insgesamt haben sich die privaten Investitionen in saubere Energien laut New Energy Finance von 33 Mrd. Dollar 2004 auf 148 Mrd. Dollar 2007 mehr als vervierfacht.

"Die besten und schlauesten Leute gehen heute in dieses Geschäft", sagte Ex-BP-Chef John Browne, der heute das Europageschäft des Finanzinvestors Riverstone Holdings leitet. Er sei sicher, dass aus diesem Investitionsboom etwas entstehe, das die Energiebranche umkrempeln werde.

Die Innovationsrichtung in der traditionell extrem forschungsschwachen Energiebranche habe sich komplett umgedreht, sagt Vijay Vaitheeswaran, Co-Autor des Buchs "Zoom" über die Zukunft des Automobils. "Es gibt jetzt mehr Respekt für Innovationen von unten." Sogar eine "goldene Ära der Technologie" sieht er heranziehen.

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