Flugverkehr
Klimakiller zahlen drauf

Die Flughäfen Frankfurt und München werden zum 1. Januar 2008 emissionsabhängige Start- und Landegebühren einführen. Betreiber von Flugzeugen, die mehr Stickoxid ausstoßen, müssen künftig mehr zahlen.

HB BERLIN. Das gaben Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee und die Vorstandsvorsitzenden der beiden Airports, Wilhelm Bender und Michael Kerkloh, am Dienstag in Berlin bekannt. Zusammen mit Lufthansa-Chef Wolfgang Mayrhuber betonten sie, am Gesamt-Gebührenaufkommen ändere sich nichts.

Die Regelung gilt zunächst für drei Jahre. Alle Beteiligten gaben der Hoffnung Ausdruck, dass sich weitere Flughäfen der Regelung anschließen, die bereits in Schweden, der Schweiz und Großbritannien gilt. Frankfurt und München, die mit Abstand größten deutschen Verkehrsflughäfen Deutschlands, stehen derzeit für gut 50 Prozent des Luftverkehrsaufkommens.

Mayrhuber machte deutlich, dass die Luftverkehrsindustrie ihre Forderungen zum Verzicht auf „ökologisch sinnlose und ökonomisch schädliche Maßnahmen wie Ticket Tax, Mehrwertsteuer und Entwicklungshilfeabgabe“ aufrechterhält. „Entweder Steuern oder Gebühren“, sagte er. Tiefensee verwies dabei auf die europäische Entscheidungsebene und betonte zugleich, dass er sich für die Einbeziehung des Luftverkehrs in den Emissionshandel stark machen werde. Das müsse aber auch für alle Flüge von und nach Europa gelten.

Die Änderung der Start- und Landegebühren an den beiden Flughäfen bedeutet laut Bender konkret, dass sie nun zu 32 Prozent umweltbezogen sind - auch der Lärm beeinflusst die Höhe der Gebühren. Pro Kilo ausgestoßener Stickoxide werden drei Euro fällig. Für eine neue Boeing 737-800 mit modernsten Triebwerken bedeutet das pro Bewegung 15 bis 20 Euro, für einen betagten Jumbo 747-200 rund 500 Euro. Bei einem Start oder einer Landung in der nächtlichen Kernzone werden für die „leise“ 737-800 rund 75 Euro fällig, für den Jumbo 2 600 Euro.

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