Germanwatch
Brasilien führend beim Klimaschutz

Die Klimaschutzorganisation Germanwatch hat die weltbesten Klimaschützer gekührt: Demnach tun Brasilien, Schweden und Norwegen am meisten zur Rettung des Klimas. Deutschland folgt auf Platz vier. Auf dem letzten Platz liegt abgeschlagen ein Ölstaat aus dem arabischen Raum. Auch die USA schneiden schlecht ab.
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HB CANCUN. Deutschland habe im Vergleich zu anderen Ländern seine Emissionen stark reduziert, erläuterte der Studienautor Jan Burck am Montag auf dem Klimagipfel im mexikanischen Cancún. Negativ zu Buche geschlagen habe aber vor allem die Laufzeitverlängerung der Atomkraftwerke, weil sie Investitionen für erneuerbare Energien und Energieeffizienz hemme.

Brasilien schnitt laut Germanwatch in allen bewerteten Punkten - Energieverbrauch und Treibhausgasausstoß, Emissionstrend und Klimapolitik gut ab. Es wurde insbesondere für seine Politik im Zusammenhang mit den Vorbereitungen zum Rio-plus-20-Gipfel 2012 gelobt.

Für den Klimaschutz-Index hat Germanwatch zusammen mit dem Climate Action Network Europe die 57 Länder mit dem größten Kohlendioxidausstoß betrachtet. Am Ende der Liste stehen Australien, Kasachstan und weit abgeschlagen Saudi-Arabien. Unter den letzten zehn Länder befinden sich noch die USA, China, Polen und Kanada. Der größte Kohlendioxid-Emittent China habe im Bereich Politik Pluspunkte gesammelt, weil es die Emissionen aus energieintensiven Bereichen weiter reduzieren und die erneuerbaren Energien stärker ausbauen wolle. China baue schon jetzt allein die Hälfte aller neuen Anlagen für erneuerbare Energien weltweit.

Kein Land jedoch habe seine Pro-Kopf-Emissionen soweit reduziert, dass der globale Temperaturanstieg unterhalb der globalen Erwärmung von 1,5 Grad Celsius gehalten werden könne, was von vielen Ländern gefordert wird. Daher blieben die ersten drei Plätze auf dem Klimaschutz-Index wie im Vorjahr leer.

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