Golf von Mexiko
BP meldet Fortschritte bei Bohrlochversiegelung

Der Ölkonzern BP ist bei der endgültigen Versiegelung des vor mehr als vier Monaten leckgeschlagenen Tiefsee-Bohrlochs im Golf von Mexiko einen wichtigen Schritt vorangekommen.
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HB WASHINGTON. Der britische Konzern habe nun das defekte Sicherheitsventil auf dem ramponierten Bohrloch ausgetauscht, teilte der Einsatzleiter der US-Regierung, Thad Allen, am Samstag mit. Somit könne kommende Woche wahrscheinlich damit begonnen werden, von unten Schlamm und Zement in die Quelle hineinzupumpen, um das Bohrloch für immer zu stopfen.

Mit dem neuen Ventilsystem soll sichergestellt werden, dass bei dem sogenannten "Bottom Kill"-Manöver zum Versiegeln der Quelle besser auf Druckschwankungen reagiert werden kann. Das alte 450 Tonnen schwere Ventil wurde im Laufe des Wochenendes langsam vom 1500 Meter tiefen Meeresboden nach oben auf ein Schiff gehievt. Während des Austausches sei kein Öl aus der Quelle getreten.

Der alte "Blowout-Preventer" soll ausführlich untersucht werden, weil er als entscheidender Auslöser der Umweltkatastrophe gilt. Das System hätte nach der Explosion der Plattform "Deepwater Horizon" vor viereinhalb Monaten das Ausströmen des Öls ins Meer verhindern sollen. Doch es versagte. Aus dem Leck waren etwa 660 000 Tonnen Öl ins Meer geflossen. Die Ölpest gilt als bislang schlimmste in der Geschichte der USA.

Aus dem Bohrloch strömt kein Öl mehr, seit BP-Ingenieure es Mitte Juli provisorisch mit einem Deckel verschlossen hatten. Anfang August war es dann mit Zement von oben versiegelt worden.

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