Gutachten liegt vor Energieeinsparziele bringen wenig

Ein Gutachten im Auftrag des Bundeswirtschaftsministeriums bestreitet die Wirksamkeit von verpflichtenden Energieeinsparzielen. Der Streit der Ministerien dürfte damit weiter angeheizt werden.
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Verpflichtende Emissionsziele lehnt das Wirtschaftsministerium ab. Quelle: dpa

Verpflichtende Emissionsziele lehnt das Wirtschaftsministerium ab.

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BerlinVerbindliche Energieeinsparziele sind nicht dazu geeignet, die Energieeffizienz nachhaltig zu steigern. Zu diesem Ergebnis kommt ein im Auftrag des Bundeswirtschaftsministeriums erstelltes Gutachten von Fraunhofer ISI, Öko-Institut und Ecofys, das dem Handelsblatt vorliegt. Das Ministerium sieht sich damit in seiner ablehnenden Haltung gegenüber verpflichtenden Energieeinsparungen bestärkt. Sie sind zentraler Bestandteil des Entwurfs der EU-Kommission für eine Effizienzrichtlinie.

Das Wirtschaftsressort sperrt sich seit Monaten gegen den Richtlinienentwurf – im Gegensatz zum Umweltministerium. „Die Ergebnisse des Gutachtens bestätigen, dass es erfolgversprechender ist, den bislang eingeschlagenen Weg konsequent weiterzuverfolgen. Die Einführung einer Energieeinsparverpflichtung für Deutschland ist kein geeigneter Weg, um unsere hochgesteckten Energieeinsparziele zu erreichen“, sagte Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler (FDP) dem Handelsblatt.

Die Institute haben verschiedene Instrumente zur Steigerung der Energieeffizienz einer Kosten-Nutzen-Analyse unterzogen. Dabei wurden Wirkungsweise und Potenziale einer Energieeinsparverpflichtung nach dem Vorbild des EU-Richtlinienentwurfs mit einem Energieeffizienzfonds verglichen. Laut Gutachten lassen sich mit Energieeinsparverpflichtungen lediglich die „tief hängenden Früchte“ ernten. Das sei aber in Deutschland bereits weitgehend geschehen. Zur Realisierung des Energieeinsparpotenzials seien – insbesondere im Gebäudebereich – Förderprogramme und Steuervergünstigungen wesentlich besser geeignet. Auch mittels besserer Information und Beratung ließen sich weitere 20 Prozent Einsparungen anstoßen.

Das Gutachten weist auf weitere nachteilige Effekte hin, die mit der Einführung einer Energieeinsparverpflichtung verbunden wären. So könne eine Energieeinsparverpflichtung nur bedingt zur weiteren Entwicklung des Marktes für Energiedienstleistungen beitragen, da sie mit der Gefahr erheblicher Wettbewerbsverzerrungen verbunden sei. Zudem erwarten die Gutachter, dass eine Energieeinsparverpflichtung zu einem Anstieg der Energiepreise führen würde.

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6 Kommentare zu "Gutachten liegt vor: Energieeinsparziele bringen wenig"

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  • Warum bitte soll eine Regierung die seit bestehen der BRD -außer in einem Jahr- jedes Jahr den Schuldenberg für die kommenden Generationen erhöht hat, auf einmal z.B. aus Gründen der Wirtschaftlichkeit Energieeinsparziele haben? Das würde den Wähler total verunsichern! Man sieht doch an der aktuellen Politik nach Gutsherrenart, dass es anders geht. Weil wenige Großverbraucher sich nicht mehr an allen Kosten der Energieversorgung beteiligen brauchen, müssen insbesondere der Mittelstand und die Privatleute dafür bluten. Eben diese letzten beiden Gruppen haben daher ein höheres Interesse an ihrer persönlichen Energieeffizienz ungeachtet dessen was in irgendwelchen Gutachten zu Papier gebracht wird. Es wundert mich immer wieder wie brav der Mittelstand seine staatlich bestimmte Schlechterstellung am Markt über höhere Kostenbeteiligung an der Energieversorgung hinnimmt. Der alte DDR-Grundsatz „alle sind gleich, nur manche sind gleicher als andere“ scheint sich etabliert zu haben. Dies weil die einen das wollen und die anderen das annehmen.

  • Die Institute wehren sich schon gegen die Darstellung - kann mir auch nicht vorstellen dass die sich gegen verpflichtende Zile ausgesprochen haben, wahrscheinlich steht das Einsparverpflichtungen, das ist etwas anderes. Noch mehr 'staatslasten' auf die Energiepreise muss ja auch nicht wirklich sein.

  • Lumba konnte die Gründe nicht lesen, somit auch keine Erkenntnisse, logisch.
    Belisar spricht von der Verantwortung der Menschen, nicht gegenüber dem Geldbeutel, sondern:
    der Verantwortung für die Natur
    der Verantwortung für das Gemeinwesen
    und als Wichtigstes der Verantwortung für die nachfolgenden Generationen.
    Fossile Brennstoffe sind nunmal endlich. Wobei nicht übersehen werden darf mit welchen Begleierscheinungen und Folgen für die Menschen ein Abbau realisiert wird. Siehe mögliche Vergiftung des Grundwassers beim Gasabbau und siehe das 'vorbildliche' Lager Asse und Nigeria und und.
    Sehr gute Gründe zum Überdenken.
    Durch den übereilten Ausstieg aus der AKW Nutzung wird nun vermehrt Kohle und Gas verbrannt. Dies ist weder für die Natur noch für die Menschen gesund noch vorteilhaft.

    Die Sichtweise dieses Gutachtens erwähnt nur tunnelblickmäßig einen Teil des finanziellen Aspekts. Der Umgang mit nur einem kleinen Teil der Wahrheit ist schon interressant.

    Schönen Tag noch.

  • Außer "1000" persönlichen Unterstellungen haben ich nicht einen Ihrer "1000 guten Gründe" vernommen. Das stört mich generell an den grünen Menschheitsbeglückern.
    Versuchen Sie es doch einmal mit Argumenten und nicht mit Beleidigungen. Auch wenn die Meinung der anders Denkenden in Ihren Augen noch so frevelhaft, borniert, dekadent, verantwortungslos, gekauft, impertinent (habe ich Alles genannt?) sein mag.

  • Es gibt 1000 gute Gründe, mit den begrenzten Ressourcen unserer Erde, von denen fossile Brennstoffträger nur eine sind, ökologisch und vernünftig umzugehen. Manche Menschen scheinen das einfach nicht wahrhaben zu wollen, vielleicht aus eigennütziger, hedonistischer und gewissenloser Selbstverblendung, weil man eine grenzen- und hoffentlich auch folgenlose Spaßoptimierung bar jeder Verantwortung für die Natur, das Gemeinwesen und nachfolgende Generationen zu seinem Gott erhoben hat. Wer sich gegen jegliche Einsicht sperrt, dem wird allerdings auch nach Befragung aller verfügbaren Medien und "Öko-Ideologen" noch immer kein einziger, sachlicher Grund bekannt sein. Gute Nacht, vandale! Schlafen Sie weiter, aber rauben Sie mir nicht meinen Schlaf mit Ihrer Impertinenz!
    Ist das jetzt schon ein Spam?

  • Mir ist kein sachlicher Grund bekannt Energie einzusparen.

    Abseits (öko)religiöser Legenden wie die einer CO2 Klimahölle, frevelhafter Atomstrahlen, oder die generelle ökologische Ideologie hin zu einer armen, vorindustriellen Gesellschaft gibt es keine sachlichen Gründe.

    Die Erde ist ziemlich reichlich mit fossilen Brennstoffen gesegnet. Erdgas und Kohle reichen für Jahrhunderte. Mit Kernenergie lässt sich ein steigender Energieverbrauch der Erdlinge umweltfreundlich und zu erträglichen Preisen für Jahrmillionen sicherstellen.

    Vandale

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