Hitze, Dürre und Fluten
Weltklimarat warnt vor heftigeren Wetterextremen

In seinem jüngsten Gesamtbericht warnt der Weltklimarat vor häufigeren und schwereren Wetterkatastrophen. So könnten in den nächsten Jahren auch Mitteleuropa und Zentralamerika von stärkeren Dürreperioden betroffen sein.
  • 14

ParisAngesichts des Klimawandels warnt der Weltklimarat (IPCC) vor stärkerem Extremwetter. Weltweit sei mit heftigeren Dürreperioden, Flut- und Sturmkatastrophen sowie sinkendem Meeresspiegel zu rechnen, hieß es in einem fast 600 Seiten starken Bericht der UN-Experten, der am Mittwoch veröffentlicht wurde. Besonders bedroht von häufiger auftretenden und schwereren Wetterextremen seien Inselstaaten, arme Länder und Trockengebiete. IPCC-Chef Rajendra Pachauri forderte die weltweite Staatengemeinschaft deshalb auf, sich wegen des Klimawandels besser auf Wetterkatastrophen einzustellen.

Eine Zusammenfassung seiner Analyse zum Extremwetter hatte der Weltklimarat bereits im November veröffentlicht. Nun folgte der Gesamtbericht, für den 220 Wissenschaftler und Volkswirte aus 62 Ländern tausende bereits veröffentlichte Studien zu den Folgen des Klimawandels auswerteten. Ihren Entwurf für den Bericht stellten sie vor der Veröffentlichung am Mittwoch dann noch einmal Regierungen und Experten zur Verfügung. Von ihnen erhielten sie rund 19.000 Anmerkungen zu ihrem Bericht.

Unter der Annahme, dass der klimaschädliche Ausstoß von Kohlendioxid nicht gesenkt wird, stehen der Erde im 21. Jahrhundert dem Bericht zufolge regelmäßig Hitzewellen bevor, die womöglich auch länger andauern werden als die bisherigen. Während Südeuropa und Westafrika bereits unter heftigeren und längeren Dürreperioden zu leiden hätten, könnte dies in den kommenden Jahren unter anderem auch Mitteleuropa und Zentralamerika bevorstehen, warnte der Weltklimarat. Die UN-Experten rechnen zudem mit steigenden Windgeschwindigkeiten bei Hurrikanen und Taifunen.

Agentur
afp 
AFP news agency (Agence France-Presse) / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Hitze, Dürre und Fluten: Weltklimarat warnt vor heftigeren Wetterextremen"

Alle Kommentare

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden. Sie können wochentags von 8 bis 18 Uhr kommentieren, wenn Sie angemeldeter Handelsblatt-Online-Leser sind. Die Inhalte sind bis zu sieben Tage nach Erscheinen kommentierbar.

  • Gerne dürfen Sie mich als Skeptiker bezeichnen, jedoch bin ich anscheinend nicht ganz allein: Googeln Sie bitte unter "Oregon-Petition" und Sie werden 32.000 US-Wissenschaftler finden, welche auch große Skepsis bzgl. eines menschgemachten Klimawandels hegen und vor hysterischem Aktionismus warnen. Ich nehme an, dass diese Wissenschaftler in Ihren Augen ebenfalls nicht ernst zunehmende Klimaleugner, Entschuldigung "Pseudo-Skeptiker" sind. (Der Begriff Skeptiker reicht übrigens aus).

    Im Übrigen zeugt es von Ihrer Arroganz und ideologischen Verbohrtheit, Personen, welche (aus gutem Grunde) zu einer anderen Überzeugung gelangt sind, als Leugner zu bezeichnen. Der vor wenigen Jahren aufgedeckte Climate-Gate-Skandal, (Hacker fanden auf dem Server eines führenden Klima-Forschungszentrums Beweise für organisierte Daten-Manipulationes) zeigte auch wieder, aus welchem Holz die Klimaalarmisten geschnitzt sind. Der menschgemachte Temperaturanstieg ist bei diesen Leuten zum Dogma geworden. Insofern wiederhole ich den Vergleich mit der katholischen Kirche.

    Fazit: Es gibt bisher keinen Anlass, in einen teuren und wahrscheinlich sinnlosen Aktionismus zu verfallen, um die CO2-Emissionen zu senken. Wenn die Kosten dafür nämlich weitaus teuerer sind als die eventuellen Folgen daraus, können wir uns das Geld sparen und für weitaus nützlichere Dinge (z.B. bessere Bildung, Hilfe der von Hunger geplagten Weltbevölkerung) einsetzen.

  • Hallo fecepalm,
    eine derartige Falschprognose (aus 2350 einfach 2035 zu machen) als Zahlendreher darzustellen, ist schon beachtlich. Darüber hätten die Klimaalarmisten doch beim Korrekturlesen ihrer Arbeit oder zumindest in ihren Pressekonferenzen stutzig werden müssen.
    Zu dem von Ihnen sog. Cherry-picking fällt mir übrigens prompt ein, dass die Messreihen unserer "Klimaschützer" im Jahre 1850 beginnen, also dem Ende der sog. kleinen Eiszeit. Natürlich lässt sich damit ein Temperaturanstieg darstellen. Aber sind die damals herrschenden Temperaturen mit den sie begleitenden Missernten und Hungersnöten für uns wirklich so erstrebenswert? Unsere heutige Temperatur entspricht in etwa der Temperatur einer Warmzeit, wie sie bereits zwischen 200 v.Chr. und 200 n.Chr. bzw. 900 und 1350n.Chr. existierte. Zwischen 1945 und 1975 sank übrigens die Erdtemperatur wieder deutlich und das trotz der Zunahme von CO2-Emissionen. Als erwiesen gilt auch, dass eine Veränderung des CO2-Gehaltes den auf der Erde herrschenden Temperaturen um ca. 500-800 Jahre hinterherhinkt. Auch hier gibt es noch keine Erklärung.
    Dass die Temperatur seit 1997 stagniert, ist übrigens keine Erfindung meinerseits, sondern wird selbst vom sonst vom klimaalarmistischen Kieler Leibnitz-Institut für Meereswissenschaften eingeräumt. Prof. Mojib Latif gestand ein, dass es eben doch Faktoren gäbe, welche die Wirkung von CO2 überkompensieren können.
    Die von Ihnen erwähnten klimawirksamen Treibhausgase sind ja im wesentlichen Wasserdampf, Methan und CO2. Wasserdampf hat mit ca. 2/3 Anteil die höchste Auswirkung auf den Treibhauseffekt. Damit ist Ihre Aussage falsch, dass der Mensch die meisten Klimagase emittiert. (Übrigens: Der Anteil von CO2 in der Atmosphäre beträgt 0,03 Prozent.).

  • "Sinkender Meeresspiegel" ist mir auch aufgestoßen. Aber er steigt ja trotzdem. Auch will ich darauf hinweisen, daß sich auf der Nordhalbkugel die großen Volkswirtschaften befinden und nie ein Hurrikan oder Zyklon je den Äquator passiert hat. Plus bewegt sich in Richtung Minus.
    Auch muß man sich nicht von der Frostperiode des letzten Winters (bis -37°C) irritieren lassen. Zur gleichen Zeit wurde im nördlichen Polarkreis (ohne Sonneneinstrahlung) festgestellt, daß die Eisschmelze andauert.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%