Hitzewelle in Deutschland So trotzen Sie der Hitze

Deutschland steht eine heiße Woche bevor. Pünktlich zum kalendarischen Sommerbeginn am kommenden Mittwoch klettern die Temperaturen mancherorts bis auf 35 Grad. Wie Sie am besten mit der Hitze umgehen.

Über 37 Grad – Hitzewelle geht weiter

Über 37 Grad – Hitzewelle geht weiter

BerlinDeutschland steht am Anfang einer heißen Woche. Hoch „Concha“ sorgt dafür, dass sehr warme Luft nach Deutschland fließt. Pünktlich zum kalendarischen Sommerbeginn am kommenden Mittwoch klettern die Temperaturen verbreitet bis auf 35 Grad.

Schon für diesen Montag erwartet der Deutsche Wetterdienst (DWD) Werte jenseits der 30-Grad-Marke. Nur im Norden bleibt es mit 20 bis 25 Grad etwas kühler. Begleitet wird die Hitze von teilweise kräftigen Gewittern, die sich vor allem über der Alpenregion entladen können.

So trinken Sie richtig
Warum ist Wasser so wichtig?
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Wasser ist im wahrsten Sinne des Wortes ein Lebenselixier. Wir bestehen zu etwa 60 Prozent aus Wasser und können ohne Flüssigkeitszufuhr gerade einmal drei Tage überleben. Wasser schützt unseren Körper vor Überhitzung und ist an vielfältigen, lebensnotwendigen Stoffwechselprozessen beteiligt – etwa der Ausscheidung von Salzen über den Urin. Allein dafür brauchen wir mindestens 700 Milliliter Wasser täglich. Im Durchschnitt gibt ein Erwachsener pro Tag 1440 Milliliter Wasser über den Urin, 160 Milliliter über den Stuhl, 550 Milliliter über die Haut und noch einmal 500 Milliliter über die Lunge ab.

Die richtige Menge
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Wie viel Wasser der Mensch benötigt, ist individuell verschieden. Es hängt unter anderem mit den klimatischen Bedingungen, der körperlichen Aktivität und der Nahrungszusammensetzung zusammen. Mediziner nennen die Faustregel: Erwachsene sollten 30 bis 40 Milliliter Flüssigkeit pro Kilogramm Körpergewicht zuführen. Das kann in Form von Getränken oder flüssigkeitshaltiger Nahrung geschehen. Ein 60 Kilogramm schwerer Erwachsener sollte also mindestens 1,8 Liter (30 ml mal 60 Kilogramm) Flüssigkeit am Tag zu sich nehmen. Im Durchschnitt beziehen wir 800 Milliliter davon allein aus der Nahrung. So liefert etwa ein Apfel von 125 Gramm rund 106 Milliliter Wasser, ein 150-Gramm-Becher Joghurt hat etwa 119 Milliliter Wasser. Besonders wasserhaltig sind auch Gurken, Tomaten oder Wassermelonen. Das kann Trinkmuffeln helfen, ihren Bedarf zu decken.

Herzkranke Menschen sollen nicht mehr als zwei Liter am Tag trinken, um den Kreislauf nicht unnötig zu belasten – sie sollten die richtige Trinkmenge unbedingt mit dem Arzt besprechen.

Coca Cola - Quartalszahlen
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Was sollte man trinken?

Unsere Getränke sollten möglichst wenig Zucker enthalten, denn der liefert nur überschüssige Kalorien. Das kann leicht zu Übergewicht und Diabetes führen, denn wer ist schon nach ein paar Gläsern Cola satt und isst entsprechend weniger? Kalorientechnisch schlägt ein Liter aber mit rund 430 Kilokalorien zu Buche – das ist mehr als eine Portion Hühnerfleisch (200 Gramm). Purer Saft ist da übrigens auch nicht besser. Deshalb sollte man vor allem Wasser und ungesüßte Früchte- oder Kräutertees trinken. Ein Spritzer Zitrone, eine Scheibe frischer Ingwer oder Minzblätter peppen den Sprudel auf. Fruchtsäfte sollten vor allem zu Schorlen (ein Teil Saft, zwei Teile Wasser) gemixt werden.

Spezialitätenkaffeemesse "Kaffeecampus"
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Zählt Kaffee als Getränk?

Von Kaffee dachte man lange, dass er dem Körper Flüssigkeit entzieht. Tatsächlich kann er aber zur Flüssigkeitsbilanz des Körpers beitragen. Zwar hat Kaffee harntreibende Wirkung – wer regelmäßig Kaffee trinkt, wird aber eine Abschwächung des Effekts bemerken. Gerade bei älteren Menschen, die häufig zu wenig trinken, kann die gewohnte Tasse Kaffee am Morgen einen wichtigen Beitrag zur Flüssigkeitsversorgung leisten. Wegen der anregenden Wirkung des Koffeins ist Kaffee aber zum Beispiel für Kinder nicht geeignet – ebenso wenig wie grüner oder schwarzer Tee.

Zutaten für Bier bei der Brauerei Hoepfner
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Bier als Durstlöscher?

Bier hat fast genauso viele Kalorien wie Limonaden und Säfte. Was bei Letzteren aus dem enthaltenen Zucker kommt, liefert das Bier über den Alkohol – Starkbier bringt entsprechend mehr Kalorien mit. Dass Alkohol ein Energieträger ist, wird gern vergessen. Alkoholfreies Bier, sogenanntes Diät- oder Leichtbier, hat im Schnitt immer noch 260 bis 300 Kilokalorien pro Liter. Das sind zwar rund 40 Prozent weniger als bei „normalem“ Bier, sollte aber dennoch nicht vernachlässigt werden. Weil die meisten alkoholfreien Biere viel Kalium und Kalzium enthalten, sind sie – in Maßen genossen und keineswegs für Kinder – ein guter Durstlöscher.

Regular and mini cans of Diet Coke and Diet Pepsi are pictured in this photo illustration in New York
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Light-Cola und –Limonaden

Über die gesundheitlichen Auswirkungen von Süßstoffen wird in der Wissenschaft nach wie vor viel gestritten. Zwar sparen sie die Kalorien, die Zucker liefert, ein. Aber Studien zeigen, dass gerade Kinder so an den Geschmack „süß“ gewöhnt werden und sich nach und nach die Reizschwelle erhöht. Außerdem stehen manche Süßstoffe im Verdacht, krebserregend zu sein (zum Beispiel Cyclamat und Saccharin) – andere führen bei übermäßigem Genuss zu Blähungen und Durchfall (zum Beispiel Maltit oder Xylit).

41. Berlin-Marathon
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Woran man einen Wassermangel erkennt

Verliert der Körper mehr Wasser, als zugeführt wird, spricht man von einer Dehydratation. Schon bei einem Wasserdefizit von etwa 0,5 Prozent (bezogen auf das gesamte Körperwasser) entsteht normalerweise ein Durstgefühl. Fehlt dieses, gibt es noch andere Anzeichen:
-          Mundtrockenheit, trockene Schleimhäute, eine rissige Zunge
-          presst man die Haut, etwa des Handrückens zusammen, bleibt die Hautfalte stehen
-          allgemeine Schwäche und auch geistige Eintrübungen: Reaktionsvermögen und Konzentrationsfähigkeit sind schon bei Flüssigkeitsverlusten von zwei Prozent herabgesetzt
-          Kopfschmerzen und Müdigkeit
-          der Urin ist dunkel und verströmt einen intensiven Geruch, weil er stark konzentriert ist.
-          eventuell Fieber, schneller, flacher Puls und niedriger Blutdruck

Eine starke Austrocknung von mehr als 20 Prozent der Körperflüssigkeit kann schließlich zu einem lebensbedrohlichen, akuten Kreislauf- und Nierenversagen führen.

Mit den Temperaturen steigen auch die Werte der potenziell hautschädlichen UV-Strahlung. Der UV-Index dürfte in den kommenden Tagen einen Höchstwert von 9 erreichen, warnt DWD-Meteorologe Christoph Hartmann. Bei Werten zwischen 8 und 10 gelten die UV-Gefahren als sehr hoch. Experten raten daher, Aufenthalte im Freien zu minimieren. Wer das nicht kann, sollte sich möglichst im Schatten aufhalten.

UV-Strahlung kann die Haut schon schädigen, ehe ein Sonnenbrand erkennbar wird. Deshalb sollte die Haut mit Sonnencreme (hoher Lichtschutzfaktor!) und Kleidung geschützt werden. Da auch die Augen von UV-Strahlung angegriffen werden können, empfiehlt sich das Tragen einer Sonnenbrille.

Generell sind die körperlichen Belastungen unter dem Einfluss sommerlicher Hitze hoch. „Wenn man die gefühlte Temperatur, also die Auswirkungen der Schwüle mitberücksichtigt, werden weite Teile Deutschlands unter einer gefühlten Hitzewelle stöhnen“, so DWD-Meteorologe Hartmann.

Tatsächlich wirkt sich schwüles Wetter belastend auf unser körpereigenes Kühlsystem aus: Die feuchtwarme Luft kann kaum noch Feuchtigkeit aufnehmen, sodass der Schweiß nicht mehr verdunstet. Damit fehlt aber auch die erfrischende Kühle, die bei der Verdunstung entsteht; der Schweiß bleibt auf der Haut und wir fühlen uns unangenehm verschwitzt. Verstärkt wird das Unwohlsein noch durch ein Gefühl der Erschöpfung, weil unser Kreislauf zurückfährt, damit der Körper nicht noch mehr Wärme produziert.

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