Hoffnung für den Klimaschutz: China verbraucht weniger Kohle

Hoffnung für den Klimaschutz
China verbraucht weniger Kohle

Wegen geringerer Nachfrage ist die Kohleförderung in China zurückgegangen – ein Hoffnungsschimmer im Kampf gegen den globalen Klimawandel. Produziert der größte Klimasünder künftig weniger Treibhausgase?

PekingErstmals ist die Kohleproduktion in China zurückgegangen. Die Zahlen für Dezember liegen zwar noch nicht vor, doch schätzt die nationale Kohlevereinigung (CNCA) einen Rückgang im vergangenen Jahr um 2,5 Prozent.

China ist der größte Kohleverbraucher weltweit und verbrennt etwa so viel „schwarzes Gold“ wie der Rest der Welt zusammen. Wenn also der größte Klimasünder der Erde nicht mehr so viel Kohle braucht, sind das erst einmal gute Nachrichten im Kampf gegen die globale Erwärmung.

Doch die Ursachen und Auswirkungen der überraschenden Entwicklung werden heiß diskutiert. „Der Hauptgrund ist das langsamere Wirtschaftswachstum“, sagte Qi Ye, Direktor des Zentrums für Klimawandel an der renommierten Tsinghua-Universität, der Deutschen Presse-Agentur in Peking. Weitere Faktoren seien die verstärkten Bemühungen gegen die Luftverschmutzung sowie der schnelle Ausbau erneuerbarer oder nicht fossiler Energien.

Insgesamt habe die Nachfrage abgenommen. Kohleexporte seien zurückgegangen. Der überhitzte Immobilienmarkt habe sich abgekühlt. Auch werde die Industrie umstrukturiert. Im Ballungsraum von Peking, Tianjin und in der umliegenden, schwer verschmutzten Provinz Hebei ähnlich wie auch im Delta des Jangtse-Stromes in Ostchina seien Beschränkungen für den Kohleverbrauch erlassen worden, um die Luftverschmutzung zu reduzieren, berichtete der Experte.

Es gibt noch weitere Gründe für den Rückgang. So hatte es zuletzt heftige Regenfälle gegeben, die die Energieproduktion durch Wasserkraft erhöht haben. Auch billige Importe ließen die heimische Förderung nach Angaben zurückgehen. Außerdem gab es laut Experten eine Wende bei den Plänen für die Produktion von Gas aus Kohle und bei anderen Umwandlungsprojekten, die anscheinend wegen Sorgen um mögliche Wasserverschmutzung und mangelnde wirtschaftliche Rentabilität drastisch zurückgedreht wurden.

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Chinas Abhängigkeit von der Kohle ist groß

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