Infrarot-Heizung
Strahlende Folie sorgt für Wärme

Die Heizung der Zukunft wärmt mit Infrarotstrahlung - das plant jedenfalls der Hersteller Moletherm. Die schweizerische Firma hat eine mit Strom betriebene Folie entwickelt, die aus einer von feinen Kupferleitungen durchzogenen Kohlenstoffmasse besteht. Ein 24-Volt-Niederspannungsstrom bringt diese dazu, über die gesamte Fläche eines Fußbodens Infrarotwärme abzugeben.

GELSENKIRCHEN. Der Clou der Zukunftsheizung: Die Raumtemperatur kann um bis zu drei Grad niedriger liegen als eigentlich gewünscht - ohne dass der Bewohner den Temperaturunterschied merkt. "Es entsteht ein Effekt wie an einem kalten Wintertag, wenn jemand windgeschützt in der Sonne steht", sagt Moletherm-Marketingchef Michael Pellegriti. "Nach einer Weile wird es einem warm, obwohl die Lufttemperatur gleich bleibt."

Die patentierte Erfindung wird seit Anfang des Jahres in Baumärkten verkauft. Um einen 20-Quadratmeter-Raum zu bestücken, muss der Kunde etwa 1 200 Euro ausgeben.

Die Infrarotfolie macht die Nachteile der oft als Stromfresser und Klimakiller kritisierten Geräte wett, weil sie besonders effizient ist: Sie setzt die elektrische Energie fast vollständig in Strahlungswärme um. Diese erhitzt nicht primär die Luft, sondern gleichmäßig die Materie im Raum - zum Beispiel die Menschen, auf die die unsichtbaren Infrarotstrahlen mit einer ganz bestimmten Wellenlänge treffen.

Mit der Infrarot-Heizung könnten Hausbesitzer etwa ein Fünftel der Heizkosten einsparen, sagt Pellegriti. Darüber hinaus fallen die bei Öl- und Gasheizungen nötigen Wartungskosten weg. Auch die Nebenkostenabrechnung fürs Heizen wäre überflüssig - die Energiekosten werden automatisch per Stromrechnung eingezogen. Zwar sind auch die Strompreise in den vergangenen Jahren gestiegen, aber bei weitem nicht so stark wie die Gas- und Ölpreise.

Ein Vorteil ist auch die einfache Installation: Die nur einen halben Millimeter dicke Folie können nach Anbieterangaben sogar Laien selbst verlegen. Über Steckverbindungen lassen sich die Bahnen zusammenschließen. Den Boden kann der Installateur dann mit Laminat, Parkett oder Korkboden belegen - die Wellen dringen hindurch. So ist die Heizung bis auf die Steuerungseinheit unsichtbar. Und kein Platz geht verloren.

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