Innovationen
Windanlagen werden leistungsstärker

Die Energieeffizienz lässt sich an zahlreichen Windenergieanlagen noch optimieren. Vertikale Rotoren, Sensoren im Getriebe und Verlängerungen für Flügel führen auch im Bestand zu größerer Stromausbeute.
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KölnEs weht ein frischer Wind in Kalifornien. Bei Pasadena treibt er 24 ungewöhnliche Windkraftwerke an. Sie besitzen keine ausladenden Flügel – stattdessen ist die Turbine vertikal im Turm angeordnet und wird von senkrechten Rotoren angetrieben, die sich um den Turm drehen. Der Vorteil: So können die einzelnen Anlagen viel enger beieinander stehen und die abgeleiteten Ströme ihrer Nachbarn nutzen.

„Gemessen an der Fläche können solche Windparks zehnmal effektiver sein als herkömmliche“, sagt Projektleiter John Dabiri vom California Institute of Technology. Im Juni hat der US-Hersteller Windspire angekündigt, solche Anlagen auch nach Europa zu exportieren.

Weltweit ist Windkraft die erfolgreichste Quelle erneuerbarer Energie. Aber um auch bei geringerem Wind und schlechteren Standorten wirtschaftlich und verlässlich zu sein, arbeitet die nächste Generation der Windunternehmer an zahlreichen neuen Konzepten.

So hat Siemens Energy eine neue getriebelose Anlage entwickelt, deren Rotor sich schon bei mäßigem Wind dreht. Das Design des Rotorblatts ermöglicht der Turbine eine erhöhte Windausbeute. Sie eignet sich für Maschinen mit einer Leistung von 2,3 Megawatt (MW) und einem Rotordurchmesser von 113 Metern für Standorte mit niedrigen bis mittleren Windgeschwindigkeiten.

Die gibt es auch in Deutschland immer häufiger. Um bis zu 15 Prozent hat die Windstärke in Bodennähe in den vergangenen 30 Jahren weltweit nachgelassen, berichten französische Forscher. Schon im dritten Jahr hintereinander verzeichneten deutsche Wind-Ernter 2010 sinkende Windstärken.

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