Invasive Arten
Mit Robotern und Strom gegen tierische Invasoren

Ob Schlangen, Fische, Wildschweine oder wilde Ziegen: Invasive Tierarten sind in vielen Regionen der Erde ein ernstes Umweltproblem. Wissenschaftler lassen sich einiges einfallen, um die Eindringlinge zu bekämpfen.
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WashingtonEin Roboter macht giftige Rotfeuerfische vor den Bermudas durch Elektroschock bewegungsunfähig und saugt sie dann auf. Ein Helikopter wirft mit Giftködern versehene tote Mäuse auf Bäume in Guam ab, um die gefräßigen Braunen Nachtbaumnattern zu bekämpfen. Im Mittleren Westen der USA werden asiatische Karpfen mit Hilfe von flügelartigen Netzen durch Stromschläge betäubt und gefangen.

Das sind nur drei Beispiele unter vielen für den Ideenreichtum, auf den Forscher im Kampf gegen invasive Tierarten verfallen sind. „Die Viecher sind schlau – sie überleben“, sagt der Biologe Rob Gosnell, Leiter der Behörde für wildlebende Tiere auf der US-Pazifikinsel Guam. Hier haben braune Nachbaumnattern fast alle einheimischen Vögel aufgefressen. „Sie zu überlisten, ist schwer“, sagt Gosnell über die Schlangen.

Invasive Spezies sind Pflanzen und Tiere, die sich in Gebieten ausbreiten, die nicht zu ihren natürlichen Lebensräumen zählen. Meistens wurden sie durch Menschen eingeschleppt, versehentlich oder auch absichtlich. Manchmal, wenn sie keine natürlichen Feinde haben, vermehren sie sich stark und verdrängen die angestammten Arten.

Das kommt teuer: Auf 314 Milliarden Dollar (286 Milliarden Euro) im Jahr belaufen sich die Schäden allein in den USA, Großbritannien, Australien, Südafrika, Indien und Brasilien. Auf Inseln wie Guam könnten ganze Arten durch die Eindringlinge ausgelöscht werden, sagt Piero Genovesi, ein auf invasive Tierarten spezialisierter italienischer Wissenschaftler.

Milde Elektroschocks

Experten suchen ständig nach neuen Technologien, um das Problem in den Griff zu bekommen. „Wir besitzen völlig neue Werkzeuge, die noch vor einigen Jahren undenkbar gewesen wären“, sagt Genovesi. So vermarkten Firmen mittlerweile sogar Fallen für Wildschweine, deren Zuschnappen durch Mobiltelefone ausgelöst wird. Es werde an so vielen Dingen gearbeitet, dass eine ganze Industrie am Entstehen sei, sagt Forscher Bernie Tershy von der University of California in Santa Cruz.

Der Rotfeuerfisch, der sich in der Karibik, dem Golf von Mexiko und an der US-Ostküste ausgebreitet hat, sieht atemberaubend aus, aber das Anfassen ist wegen seiner giftigen Stacheln gefährlich. Der gefräßige Aquariumfisch verzehrt große Mengen anderer Fische, darunter kommerzielle Arten wie Schnapper und Barsche, während er selbst im Atlantik keinen natürlichen Feind hat.

Jetzt gibt es einen Roboter namens Guardian LF1, der den Rotfeuerfisch durch milden Elektroschock betäubt und ihn dann lebendig in eine Röhre saugt. Bei seinem ersten öffentlichen Testeinsatz vor den Bermudas saugte das Gerät 15 dieser Fische auf. Erfunden wurde es von Collin Angle, Topmanager der auf Staubsauger spezialisierten Firma IRobot. Er hofft, den Preis von derzeit zehntausenden Dollar im Laufe der Zeit auf 500 Dollar herunterzubekommen.

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Mit Robotern und Strom gegen tierische Invasoren

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Mausköder mit Schmerztablette

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  • "Frau Annette Bollmohr10.05.2017, 14:00 Uhr
    @Herr Hofmann Mark, 10.05.2017, 12:05 Uhr

    Warum kommt mir bei Ihren Kommentaren (egal was und unter welcher Namensvariante Sie gerade schreiben) immer dieser abgestandene Geisterfahrer-Witz: „Ein Mann fährt auf der Autobahn und hört im Radio die Durchsage: "Achtung! Ein Geisterfahrer auf der A1." Und der Mann schüttelt den Kopf und murmelt: "Einer? Hunderte!" in den Sinn?"

    @Anette,
    das denke ich bei Deinen, Nampf,von Horn und Caruso auch immer.
    Anscheinend besteht bei Euch das Trauma, jeden, aber auch wirklich jeden Artikel kommentieren zu müssen?
    Das Wochenende, (Kommentar nicht frei) wird wieder hart, oder?

    Nichtsdestotrotz muss ich aber auch hier wieder auf die Grün-Sozialistische Merkelregierung hinweisen. Danke

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