Japan
Neues Beben erschüttert Fukushima

Während die japanischen Behörden mit der Untersuchung Hunderttausender Jugendlicher im Gebiet um das havarierte Atomkraftwerk Fukushima begonnen haben, wurde die Unglücksregion erneut von einem Erdbeben erschüttert.
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TokioDie japanische Präfektur Fukushima ist ein weiteres Mal von einem Erdbeben erschüttert worden. Das Beben der Stärke 5,5 ereignete sich am Montag vor der Ostküste Japans im Pazifik, wie die US-Erdbebenwarte USGS mitteilte.

Über mögliche Schäden wurde zunächst nicht bekannt, auch ein Tsunami wurde nicht befürchtet. In der fast 250 Kilometer entfernten Hauptstadt Tokio schwankten jedoch die Hochhäuser. Das nach einem schweren Erdbeben im März havarierte Atomkraftwerk Fukushima sei nicht weiter beschädigt worden, teilte die Betreiberfirma Tepco mit.

Am 11. März waren nach einem Erdbeben der Stärke 9,0 weite Teile der Nordostküste Japans von einer meterhohen Flutwelle überspült worden. Die Katastrophe beschädigte auch Teile des Atomkraftwerks Fukushima, in mehreren Reaktoren kam es zur Kernschmelze.

Unterdessen haben Ärzte in der Region rund um das beschädigte Atomkraftwerk mit einer medizinischen Untersuchung von Kindern und Jugendlichen begonnen. Nach Angaben der Behörden in der Präfektur Fukushima sollen rund 360.000 Menschen unter 18 Jahren auf Unregelmäßigkeiten in der Schilddrüse getestet werden.

Die Behörden kündigten an, die Patienten für den Rest ihres Lebens regelmäßigen Folgetests zu unterziehen. Eltern hatten die Tests gefordert, da nach dem Atomunglück von Tschernobyl im Jahr 1986 zahlreiche Fälle von Schilddrüsenerkrankungen bekannt geworden waren.

Ein Gutachten von Ärzten aus Fukushima hatte kürzlich ergeben, dass bei zehn von 130 in Sicherheit gebrachten Kindern hormonelle und andere Unregelmäßigkeiten in der Schilddrüse festgestellt wurden. Die Ärzte sagten jedoch, dass sie auf der Basis dieser Patienten derzeit noch keine Verbindung zwischen den Schilddrüsenproblemen und der Atomkatastrophe herstellen könnten.

Agentur
afp 
AFP news agency (Agence France-Presse) / Nachrichtenagentur

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