Japanbesuch
Schlips ab und Klimaanlage aus

Bundeskanzlerin Angela Merkel ist in Tokio mit dem japanischen Ministerpräsidenten Shinzo Abe zur Beratung über den Klimaschutz zusammengekommen. Ein Treffen, bei dem zugunsten des Klimas starre Kleidungsvorgaben gelockert wurden – denn im heißen japanischen Sommer dürfen Klimaanlagen mittlerweile nur noch unter bestimmten Bedingungen genutzt werden.

HB TOKIO. Ministerpräsident Abe begrüßte die Kanzlerin und ihre Delegation am Mittwoch in seinem Amtssitz und kam ohne Umschweife zum Thema: Die Herren am Konferenztisch hätten ihre Krawatte abgelegt, weil bei den Klimaanlagen in Japan Energie gespart werde, erklärte er. Im heißen japanischen Sommer dürften die Anlagen künftig erst ab einer Raumtemperatur von über 28 Grad angeworfen werden. Deshalb sei es den Herren gestattet worden, ohne Schlips zu erscheinen.

Merkel zeigte sich amüsiert: „Bei mir sieht man das nicht,“ sagte sie. „Die Männer haben sich alle daran gehalten, sie sind sogar ganz froh.“ Es ist Merkels erster Besuch in Japan als Kanzlerin. Vor zehn Jahren hatte sie als damalige Umweltministerin das Klimaschutzprotokoll von Kyoto mitverhandelt.

Als amtierende Vorsitzende der G-8-Gruppe der führenden Industrienationen und Russlands will sie mit Abe auch über Wirtschaftsfragen und internationale Konflikte beratschlagen. Japan übernimmt den G-8-Vorsitz zum Jahreswechsel.

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