Energie-Management
Die Börse sendet das Ladesignal

Die Preise an der Strombörse ändern sich alle Viertelstunde. Das nutzt intelligente Technik, um Strom zu sparen. So können Mittelständler auch ohne eigenen Zugang zur Strombörse von schwankenden Preisen profitieren.
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KölnSeit April fahren im baden-württembergischen Hohenlohekreis vier Elektrobusse im Nahverkehr. Wie üblich werden sie nach Betriebsschluss an Ladesäulen geklemmt. Ungewöhnlich ist: Der Strom fließt nicht sofort, sondern nur, wenn er besonders günstig ist. Im Viertelstundentakt ändern sich die Tarife der Strombörse. Eine Software hilft, niedrige Preise bei Überangeboten auszunutzen.

Betrieben und mit Strom beliefert werden die Ladesäulen vom Münchener Start-up eeMobility. Zu den Vorlieferanten gehört Next Kraftwerke. Das Unternehmen, das ein virtuelles Kraftwerk mit knapp 3.000 dezentralen Anlagen betreibt, bietet einen variablen Stromtarif an und hilft Kunden mit seinen IT-Systemen, ihren Verbrauch an der Marktlage auszurichten.

Mit der Technik könnten auch Unternehmen ohne eigenen Zugang zur Strombörse von schwankenden Preisen profitieren, sagt ein Unternehmenssprecher. „Gleichzeitig tragen unsere Kunden dazu bei, die volatile Energieerzeugung der Erneuerbaren und den Verbrauch zeitlich stärker in Einklang zu bringen.“

Fachleute sagen schon lange, dass für die Energiewende eine Flexibilisierung der Stromnachfrage ein wichtiger Hebel sei – um teure Stromspeicher zu ersetzen. Bisher sind es vor allem Großunternehmen, die sich etwa durch ein kurzfristiges Herunterregeln von Kühl- oder Heizungsanlagen Einkünfte am Markt für Regelenergie sichern.

Pilotprojekte der Deutschen Energie-Agentur (dena) mit Mittelständlern verschiedener Branchen in Süddeutschland haben ergeben, dass es bei 70 Prozent der Teilnehmer Potenzial für eine Flexibilisierung gibt. Als Bremse wirke aber, dass die Erschließung für viele Firmen bisher zu komplex ist.

Niedrigschwellige Angebote wie der variable Stromtarif von Next Kraftwerke könnten nun Schwung bringen. Fast jeder Mittelständler hat irgendwo Stromverbraucher wie Pumpen oder Kälteanlagen, die man flexibel steuern kann, so das Unternehmen „Der Markt steht noch ganz am Anfang seiner Entwicklung.“

Kommentare zu " Energie-Management: Die Börse sendet das Ladesignal"

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  • "Herr Fritz Porters - 18.11.2016, 11:43 Uhr

    @ Herr Hoffmann

    ich habe nicht diesen enormen politischen Sachverstand wie Sie, aber die von Ihnen beschriebene "Grünen-Sozialistischen Vernichtungspolitik".... ist das sowas wie ein "Gemüseauflauf"? :-D
    Herrlich, die Kommentare sind echt Comedy... einige Artikel im HB sind echt besorgniserregend, aber die Kommentare können einem das Lachen zurückzaubern. Danke ...muss weiter arbeiten...aber nachher schaue ich noch mal in die Kommentare...will doch auch später noch was zu schmunzeln haben..."

    @Porters

    VIELEN DANK Herr Porters,
    es ist wirklich ein immenser Zeitaufwand, von morgens bis abends zu jedem Artikel so witzige Kommentare zu schreiben.
    Bei manchen Artikeln sogar mehrere.
    Schön das Sie das zu schätzen wissen.

    Aber die Ehre gebührt nicht mir alleine. An den Comedy-Kommentaren sind noch weitere Leute beteiligt die auch gewürdigt sein wollen:
    Paff, von Horn, Trautmann, Vinci Queri, Delli, Bollmohr, Caruso, Mücke....

    ohne sie wäre ich hier sehr einsam !
    Danke

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