Kelp-Bestand geht zurück
Warme Meere lassen Unterwasser-Wälder schrumpfen

Kelp-Wälder bieten nicht nur einen überwältigenden Anblick für Taucher, sie sind auch wichtige Meeresökosysteme und haben große wirtschaftliche Bedeutung. Doch der Klimawandel setzt ihnen weltweit zu.
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Appledore IslandDamit hatte Jennifer Dijkstra nicht gerechnet. Als die Meeresbiologin vor ein paar Jahren im Golf von Maine tauchen ging, erwartete sie einen Ausflug durch einen wogenden Kelp-Wald – eine massive Ansammlung von Dutzenden Metern hohen Seetang-Strängen, die mit ihren dichten blattähnlichen Wedeln Lebensraum und Nahrung für zahlreiche Fischarten und andere Kreaturen bieten. Aber Dijkstra sah nur einen gefleckten Meeresboden.

Ein großer Teil des Zuckertanges war verschwunden, ersetzt durch invasiven strauchartigen Seetang, der wie ein riesiger Zottelteppich aussah. „Ich erinnere mich daran, wie ehrlich schockiert ich darüber war, nur so wenige Kelp-Stränge zu sehen“, schildert die Biologin der University of Maine.

Und sie steht nicht alleine da. Der Golf von Maine, der sich von Cape Cod im US-Staat Massachusetts bis zum kanadischen Neuschottland erstreckt, ist nur ein Beispiel für den alarmierenden Verlust von Kelp in vielen Teilen der Welt – sei es im Mittelmeer, vor den südlichen Küsten Japans und Australiens oder im Pazifik vor Kalifornien.

Kelp-Wälder, die zu den vielfältigsten Meeresökosystemen zählen, gibt es vor allen kontinentalen Küsten außer der Antarktis. Sie sind nicht nur Ausgangspunkt ganzer Nahrungsketten, sondern haben auch große wirtschaftliche Bedeutung für die Küstenregionen. Sie bescheren der Tourismus- und Fischereiindustrie Milliarden an Einnahmen und sind wegen ihres Reichtums an Mineralstoffen und Spurenelement auch in der Naturheilkunde beliebt.

Schuld an den zunehmenden Kelp-Verlusten ist laut mehreren wissenschaftlichen Studien wahrscheinlich die Meereserwärmung, die durch den Klimawandel erzeugt wird – gepaart mit der Ankunft invasiver Spezies: In Maine sind die „Eindringlinge“ andere Seetangarten, in Australien, dem Mittelmeer und Japan tropische Fische, die das Kelp fressen.

„Die Veränderungen zusammen sind Teil eines wachsenden globalen Trends, der die Kelpwälder auf der Welt vernichtet“, sagt Thomas Wernberg von der University of Western Australia. Er ist Mitverfasser einer 2016 veröffentlichten Studie, nach der in den vergangenen 50 Jahren 38 Prozent der Kelp-Wälder in den Regionen, in denen Daten zur Verfügung standen, verschwunden sind.

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Weniger Seewölfe und Seelachs

Kommentare zu " Kelp-Bestand geht zurück: Warme Meere lassen Unterwasser-Wälder schrumpfen"

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  • Abseits der Ökosaga vom "Klimawandel" hat sich das Weltklima zum Glück je nach Quelle seit der Kleinen Eiszeit (ca. 1600 - 1850) um 0,5 - 0,8+-0,5°C erwärmt wobei ein grosser Teil der Erwärmung vor 1940 stattfand.

    Eine Änderung des Wasserpflanzensystems ist sicherlich wissenschaftlich und wirtschaftlich interessant

    Meines Erachtens haben sich die "Wissenschaftler" die Arbeit leicht gemacht und auf die Ökoreligion und die Saga vom "Klimawandel" verwiesen. Ich nehme an dass es eine ernsthafte wissenschaftliche Studie ohne ökoreligiösen "Klimawandel" kaum in die Zeitung geschafft hätte.

    Anspruchsvoller wäre es gewesen die verantwortlichen Meeresströmungen und die Änderungen der lokalen Verhältnisse zu untersuchen. Eine mögliche Ursache ist sicherlich auch die Änderungen der Fauna durch den Fischfang.

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