Klima-Orakel

Die Zukunft des Emissionshandels

Leser fragen, Klima-Experten antworten. Diesmal will Stephan Sulzbacher aus Ulm wissen: „Was passiert mit dem Emissionshandel, wenn der nächste Klimagipfel scheitert?“ Timon Wehnert vom Wuppertal Institut antwortet ihm.
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Der weltweite Emissionshandel soll möglichst unabhängig von den internationalen Klimaverhandlungen funktionieren. Quelle: dpa

Der weltweite Emissionshandel soll möglichst unabhängig von den internationalen Klimaverhandlungen funktionieren.

(Foto: dpa)

Zurzeit gibt es weltweit mehrere Emissionshandelssysteme: neben der EU auch in Australien, Neuseeland, der Schweiz sowie in einigen Bundesstaaten der USA und Kanadas. Weitere Systeme sollen in Südkorea und in diversen chinesischen Provinzen eingeführt werden. Manche dieser Systeme sind oder sollen miteinander verknüpft werden, sodass es möglich ist, Emissionsrechte von einem System in das andere zu verkaufen.

Diese Systeme sind zunächst unabhängig von den Beschlüssen der internationalen Klimaverhandlungen. Auch die EU wird ihr System in jedem Fall weiter betreiben – unabhängig vom Ergebnis der Verhandlungen.

Entscheidend für die Wirkung der Emissionshandelssysteme sind die nationalen Reduktionsziele der Staaten. Starke Emissionsminderungsziele führen zu weniger Emissionszertifikaten in den Handelssystemen und somit zu hohen CO2-Preisen. Schwache Ziele führen zu niedrigen Preisen, die keine Investitionsanreize für den Klimaschutz darstellen. Ohne starke politische Ziele ist also auch ein technisch funktionierender Emissionshandel nur ein zahnloser Tiger.

Mit Blick auf die internationalen Klimaverhandlungen ist es wichtig zu sehen, dass viele Staaten – zum Beispiel die USA oder China – Klimaschutzmaßnahmen durchführen, obwohl sie sich bisher nicht zu international bindenden Zielen verpflichtet haben. Aber natürlich besteht die Hoffnung, dass durch eine internationale Einigung die nationalen Ziele ambitionierter und somit auch die Emissionshandelssysteme wirksamer werden.

Das Klima-Orakel erscheint in Zusammenarbeit von Handelsblatt Online und der vom Bundesumweltministerium geförderten Initiative Klima sucht Schutz.

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12 Kommentare zu "Klima-Orakel: Die Zukunft des Emissionshandels"

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  • Wer es nicht glaubt, dass EIKE und die anderen Klimaskeptiker von der Energie-Lobby finanziert werden, sollte einfach mal Folgendes googlen: "EIKE" und "CFACT Europe" oder "EIKE" und "finanz". Schon ziemlich offensichtlich und dilettantisch ;-)
    Briefkastenfirmen, keine Auskunft über Finazierung und Partner etc.

  • Es ist eine neue Formel (<><>M= -0+) in der Maschine
    welche gibt "KOSTENLOSE ENERGIEQUELLE", kann es ersetzt nuklearen + auch kann den Ersatz fossiler und nicht-fossiler
    Brennstoffe.
    Die Maschine nie aufhört zu arbeiten,
    so lange existiert Gravitationskraft in unsere Planeten Erde.

  • Der zugrundeliegende Oekopropagandaartikel wurde mit Steuergeldern bezahlt und für Lau, oder gutes Geld in die Zeitung eingestellt. Grosse Oekokonzerne wie Greenpeace, WWF erzielen 3-stellige Millionenumsätze. Die PR Abteilungen der "Erneuerbare Energien" Unternehmen optimieren Wikipedia und lassen gerne Kommentare schreiben.

    Als Kritiker des Oekoschwindels würde ich gerne Geld beziehen, allerdings kenne ich keine Quelle die solche Aktivitäten finanziert und tue dies aus bürgerlichem Engagement auch für meine Kinder. Ich meine auch, dass EIKE und andere ökokritische Organisationen und Blogs ohne Sponsoren rein vom bürgerlichen Engagement leben müssen.

    Das es keine klimakritischen wissenschaftlichen Abhandlungen in den einschlägigen Fachzeitschriften gibt worauf Energie Lobby stolz ist, ist ein starkes Anzeichen für Unwissenschaftlichkeit. Kritische Studien werden von den massgeblichen Zeitschriften bewusst blockiert. Wissenschaftler die kritische Einstellungen pflegen müssen gem. veröffentlichter Mails der "Klimawissenschaftler" mit Mittelentzug, Diskriminierung und ggf. Jobverlust rechnen.

    Ich würde mich nicht wundern wenn hinter "Energie-Lobby-bezahlt-Kommentare" ein Mitarbeiter des BMU, eines Klimainstituts, vielleicht ein PR Mitarbeiter, steht. Welche Ehre!

    Vandale

  • Wenn ein Kommentar bezahlt wird, ist es dieser. Dieser Kommentar wurde bereits vielfach nahezu unverändert bei Kritikern "Erneuerbarer Energien" und des Klimaschwindels eingestellt.

    Vandale

  • @Energie-Lobby Alle totalitären Systeme brauchen ein Feindbild, um Kritiker abzuwehren. Der Kommunismus hatte den "faschistischen" Westen der an all der Ineffizienz und Armut schuld war. Die Sozialisten von heute machen gerne die großen Banken und deren Geldsystem für alles Elend in der Welt verantwortlich.
    Das Feindbild von EEG/Energiewende war von Anfang an die großen Stromkonzerne. (Hört man Reden der grünen Gutmenschen im Bundestag, möchte man sogar meinen die Ruinierung der Energieriesen ist das eigentliche Ziel um das es geht.) Indem man behauptet, in einem ständigen Kampf gegen die Stromkonzerne zu stehen, kann man behaupten, daß zu heftige und häufige Kritik diesem Gegner entstammt und damit voreingenommen und unobjektiv ist. Deshalb hört man ununterbrochen solche "Dolchstoßlegenden", so z.B. daß Ökostrom eigentlich billiger wäre, daß AKW die Netze verstopfen usw., ja es wird sogar behauptet daß Kanzlerin Merkel, die das Traum-Projekt "Energiewende" der Grünen unter schwarz-gelber Regierung eingeläutet hat, die den Atomausstieg nach Fukushima als "unumkehrbar" bezeichnet hat, die das Endlager Gorleben aufgegeben hat, die tatenlos zugesehen hat wie Energie teurer und teurer wurde... daß diese immer noch heimlich den Stromkonzernen dient. Die Angst vor einem unsichtbaren Gegner macht die Leute so geistig blind, daß sie sogar das offensichtliche übersehen, nämlich daß Merkel für die Ökobewegung und deren Geldgeber arbeitet.

  • @hafnersp: Wer genau ist denn aus der von Ihnen genannten Gesellschaft ausgetreten und was waren die Hintergründe? Was hat das dieses Politikum bitte mit ernstzunehmenden Kllimawissenschaften zu tun? Bitte belegen und erläutern Sie Ihre Aussage durch Angabe seröser Quellen. Sie werfen irgendwelche Bauptungen zusdammenhanglos und ohne Beleg in den Raum, um Leser zu verunsichern, die sich mit diesem Thema nicht so gut auskennen.

    Nennen Sie mir EINE EINZIGE seriöse wissenschaftliche Veröffentlichung (Peer Review!), die den Klimawandel widerlegt und wir können hier ernsthaft diskutieren. Anderenfalls kann man ihre Kommentare hier leider nicht ernst nehmen.

    Arbeiten Sie gemeinsam mit vandale und alina alanka für die Energie-Lobby? Sie treten hier ja immer gebündelt auf. Kennen Sie sich über EIKE? Dieser pseodowissenschaftliche Rentnertrupp wurde ja schon von mehreren Zeitungen (Süddeutsche, ZEIT etc.) entlarvt als Ansammlung von Verschwörungstheoretikern, die sich von der Energie-Lobby ein kleines Taschengeld verdienen.

    Im Grunde sind sie bald arbeitslos, weil ja nicht einmal unsere Politiker es hinbekommen, sich ausreichend für den Klimaschutz zu engagieren. Ist Ihnen die Zukunft wirklich egal? Haben Sie keine Kinder?

  • @Energie....

    es sind reihenweise Wissenschaftler aus der Amerikanischen Chemischen Gesellschaft ausgetreten aus Protest gegen der (völlig unwissenschaftlichen) politischen Unstützung des Al Gore-schen "Klimawandels", darunter - wenn ich mich recht erinnere - sogar Nobelpreisträger (jedenfalls Prominente, deren Austritt eine Schlagzeile in Fachmagazinen wert war).

    Da vertrauen wir mal Ihrer sicherlich fundierten Aussage, daß kein "seriöser" Wissenschaftler am Klimaschwindel zweifelt. Wer will schon "unseriös" nach Ihrer Definition sein, nicht wahr?

    Die Kunst der Besteuerung liegt darin, die Gans so zu rupfen, daß sie unter möglichst wenig Geschrei so viele Federn wie möglich läßt. (Jean Baptiste Colbert, 1619 - 1683, französischer Finanzminister)

  • Nachtrag

    Vandale, Sie hatten mal die Vermutung geäußert, daß nach dem Klimaschwindel wieder die Karte der "Rohstoff-Knappheit" gespielt wird (populär in den 1970ern). Möglicherweise haben Sie recht, der ominöse "Club of Rome" taucht gerade wieder aus seiner (30-40 jährigen effektiven) Versenkung auf

    http://www.format.at/articles/1323/936/359776/club-rome-rohstoffe

  • KOMMENTATOREN WERDEN VON ENERGIE-LOBBY BEZAHLT!

    Es ist schon sehr auffällig, dass sich in den einschlägigen Foren zu Klimawandel und Energie immer dieselben „Kritiker“ zu Wort melden. Längst ist öffentlich bekannt, dass viele sogenannte „Klimaskeptiker“ von der Energie-Lobby bezahlt werden, um gezielt und systematisch Zweifel an Klima-Wissenschaft und -Politik zu streuen. Oft sind die Anmerkungen mit pseudowissenschaftlichen Thesen untermauert, die keiner Überprüfung standhalten. Der Grund: Eine ambitionierte Klimapolitik, die auf Energieeffizienz und dezentrale Versorgung mit erneuerbaren Energien setzt, zwingt die großen, konventionellen Energiekonzerne zu strukturellen Anpassungen. Das bedeutet, sie verlieren ihre Monopolstellung in Wirtschaft und Politik.

    In einem Dossier der ZEIT heißt es: „Rund 420 Millionen Dollar investiert die Öl- und Gasindustrie in die Produktion des Zweifels – allein in den Jahren 1997 bis 2004.“ (Die Klimakrieger in: DIE ZEIT, 22.11.2012 Nr. 48). http://www.zeit.de/2012/48/Klimawandel-Marc-Morano-Lobby-Klimaskeptiker

    Jeder muss selbst wissen, wofür er sich prostituiert. Aber selbst die Klimaskeptiker wissen: Kein seriöser Wissenschaftler auf dieser Welt zweifelt ernsthaft am menschengemachten Klimawandel. Sicherlich wird im Einzelfall über den Schweregrad und die Eintrittswahrscheinlichkeit der negativen Folgen diskutiert. Aber über die Richtung herrscht ein breiter wissenschaftlicher Konsens.

  • @Vandale

    aber nicht doch, die Leute sind kreativ. Neue Einnahmequellen sind schnell erschlossen. Jetzt ist der
    "Klimawandel" - oder war das nicht einmal Klima-Erwärmung? - am Hochwasser schuld:
    http://www.mmnews.de/index.php/etc/13276-co2-sekte-flut-profit#.UbCeHxUvm1I
    Die "Erklärungen" sind auch schon da. Einem weiteren Abkassieren - diesmal halt auf einer eher lokaler denn globaler Ebene, steht nichts im Wege.

    Daß dieses seltsame "Klimadebakel" fremdfinanziert ist war ja wohl schon immer klar. Eigentlich hätte man sich auch das mit der Steuerfinanzierung denken können, denn wer verpulvert schon privat sein Geld für diese kuriose und wirkungslose Kolumne.

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