Klima-Orakel
Ist Hochleistungs-Sprit besser fürs Klima?

Leser fragen, Klimaexperten antworten. Diesmal möchte Mike Weiß aus Freising wissen: „Manche Tankstellen werben mit Hochleistungskraftstoffen: Sind die wirklich spritsparender und besser fürs Klima?“ Andrea Gärtner vom ADAC Technik Zentrum antwortet ihm.
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Der ADAC hat in der Vergangenheit mehrfach Kraftstofftests im Rahmen des Verbraucherschutzes durchgeführt. Dabei zeigte sich, dass es im Rahmen von Messungen auf dem Rollenprüfstand sehr schwierig ist, die genannten Vorteile der einzelnen Kraftstoffsorten nachzuweisen.

Beim Shell V-Power 100 Test konnte weder die versprochene Leistungssteigerung noch die Verbesserung des Drehmoments nachgewiesen werden. Auch beim Test der Premium-Dieselkraftstoffe von Shell und Aral zeigten sich recht unterschiedliche Ergebnisse im Fahrbetrieb beziehungsweise beim Kraftstoffverbrauch, der ja in direkter Relation zu den CO2-Emissionen steht. Weitere Informationen dazu finden Sie im ADAC-Test der Premium-Kraftstoffe.

Der ADAC begrüßt grundsätzlich die kontinuierliche Verbesserung von Kraftstoffen hinsichtlich Emissions- und Kraftstoffreduzierung. Insbesondere wenn die verbesserten Kraftstoffe ohne zusätzliche Kosten für den Autofahrer angeboten werden. Jedoch müssen auch Werbeaussagen wie zum Beispiel „Spart 1 Liter pro Tankfüllung" relativiert werden. Denn prozentual gesehen bedeutet dies – auf Basis eines 50 Liter Tanks – lediglich eine Einsparung von zwei Prozent.

Wesentlich größere Einsparungen beim Kraftstoffverbrauch lassen sich dagegen allein durch eine optimierte Fahrweise erzielen: nach ADAC Erfahrungen bis zu 20 Prozent. Hier geht es zu den Spritspar-Tipps des ADAC.

Das Klima-Orakel erscheint in Zusammenarbeit von Handelsblatt Online und der vom Bundesumweltministerium geförderten Initiative Klima sucht Schutz.

Kommentare zu " Klima-Orakel: Ist Hochleistungs-Sprit besser fürs Klima?"

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  • "Klima sucht Schutz" - was für eine Bankrotterklärung des menschlichen Geistes!

    "Klima" ist ein Abstraktum - eine Langfriststatistik willkürlich ausgewählter Wetterdaten, verbunden mit einer Interpretation. Meine Frage an die "Expertin": Worum geht es hier? Um den Schutz der Statistik? Die Wahrung der Interpretation? Was dann? Was ist die Rolle des ADAC - warum vertritt er nicht die Interessen der Autofahrer gegenüber einem Staat, der diese abzockt?

    Staatsbezahlte "Klimaforscher" und im Beamtendienst stehende und weisungsgebundene Lehrer verkünden uns und unseren Kindern, daß CO2 und "Treibhausgase" die Erde wärmen. Öffnet man aber die Original-Forschungsarbeiten, stellt man zu seiner Überraschung das Gegenteil fest, daß nämlich die IR-aktiven Gase ("Treibhausgase") die Erde KÜHLEN. Die politikverordnete Story ist also schlicht falsch. Wer es nicht glaubt, mag die "Rettung vor den Klimarettern" lesen.

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