Klima-Orakel: Kennt man das Ende von Öl und Co?

Klima-Orakel
Kennt man das Ende von Öl und Co?

Leser fragen – Klima-Experten antworten. Diese Woche hat Helmuth Langen aus Worpswede nachgefragt, Harald Andruleit von der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe antwortet ihm.
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Harald Andruleit: Die Bildung der fossilen Energierohstoffe Erdöl, Erdgas und Kohle erfolgt nach naturwissenschaftlichen Prinzipien, die heute gut bekannt sind. Durch Bohrungen und andere Untersuchungen hat sich das Wissen um ihre Mengen und Verbreitung immer weiter verdichtet. Daher kann man innerhalb gewisser Fehlergrenzen auch abschätzen, wo auf der Erde noch unbekannte Vorkommen erwartet werden können und wie groß die gebildeten Mengen insgesamt sind.

Wie viel davon pro Jahr aus Lagerstätten gefördert wird, richtet sich in erster Linie nach dem Bedarf an diesen Rohstoffen. Dadurch, dass die großen, leicht zugänglichen Lagerstätten zuerst ausgefördert werden, wird die weitere Förderung technisch aufwändiger und dementsprechend kostenintensiver. Es hängt daher nur mittelbar von den absoluten Mengen ab und wird vielmehr von der Nachfrage und dem Preis bestimmt, den man zu zahlen bereit ist, wie lange ein Rohstoff letztendlich "reicht". Wann dies der Fall sein wird, ist allein aus naturwissenschaftlicher Sicht nicht zu beantworten, sondern kann allenfalls mit Hilfe von komplexen Prognosen abgeschätzt werden.

Kommentare zu " Klima-Orakel: Kennt man das Ende von Öl und Co?"

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  • Je komplizierter und aufwändiger die Förderung von Erdöl und Erdgas wird, desto höher ist vermutlich auch das Risiko von Unfällen, die die Umwelt verpesten. Je früher wir die fossilen Energien ruhen lassen und uns auf andere Energieformen konzentrieren, desto besser.

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